Band: SEASONS IN BLACK
Album: Deadtime Stories
Genre: Melodic Death Metal
Label: Apostasy Records
Trackliste:
01. 4our (Intro)
02. End After, There’s Not Nothing
03. Hiroshima Sun
04. Borderline My Sunshine
05. Sweet Armageddon
06. Look Toward The Sky
07. Happy Doomsday To You
08. Pain Is Truth
09. Hello Hallowed Hell
10. Bloody Tears
11. Chroming Pain
12. Gotten (Outro)

SEASONS IN BLACK sind Melodic Death Metal-Urgesteine aus Deutschland. Gegründet wurde die Band bereits 1996 in der bayrischen Ortschaft Neunkirchen beim Heiligen Blut. Bekanntestes Aushängeschild ist mit Sicherheit Koch und Kochbuch-Autor Ludwig Maurer, der als Frontmann und Bassist der Gruppe aktiv ist. Das vorliegende Album Deadtime Stories wurde ursprünglich bereits 2005 veröffentlicht und wurde im Zuge des neuen Longplayers Anthropocene von Apostasy Records im Vinyl-Format neu aufgelegt. Das Werk beinhaltet 12 Tracks und bietet Unterhaltung für ca. 38,5 Minuten.
Mit dem Intro „4our“ schaffen die Bayern gleich eine verstörende Stimmung, zum Ende hin mit großem Spannungsbogen und man ist wirklich gespannt, was einen nachfolgend erwartet. „End After, There’s Not Nothing“ bietet dann groovigen, melodischen Death Metal mit dezenten Synth-Elementen, der sehr druckvoll rüberkommt. Hier wird einem gleich bewusst, wie innovativ und weit die Mannen bereits vor 20 Jahren waren. Die Mucke könnte genauso gut aus der Gegenwart stammen und würde als Modern Death Metal oder Groove Metal vermarktet werden. Auch im dritten Track „Hiroshima Sun“ bekommt man anfänglich mitreißende Riffs serviert und dann wird es relativ symphonisch mit hervorragender Endzeit-Stimmung. Dieser Atmosphäre bleibt man auch im vierten Titel „Borderline My Sunshine“ treu, wobei man hier etwas zu gleichförmig agiert und daher fast ausschließlich die Synths einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In „Sweet Armageddon“ agiert man zwischendurch thrashiger, aber auch hier fehlt diese anfänglich eingebrachte fesselnde Zutat. In den drei darauffolgenden Songs ändert sich zum Leidwesen des Hörers nur wenig an der Performance der Bayern. Erst in Track 9 „Hello Hallowed Hell“ wirkt man wieder frischer und kann den Zuhörer wieder mit groovigen Riffs von der Theke hervorlocken. In „Bloody Tears“ fließen leichte Gothic-Einflüsse mit ein und auch eine weibliche Stimme wurde hinzugefügt. Damit kann man für frischen Wind sorgen und das Album nimmt zum Ende hin wieder mehr Fahrt auf. Doomig und mit beklemmender Atmosphäre geht es dann in „Chroming Pain“ ans Werk und auch mit dieser Facette können SEASONS IN BLACK beim Zuhörer punkten. Nach dem abschließenden Outro kann man von einen durchaus gelungenen Debut-Album sprechen, das mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat und es sich definitiv verdient hat, gehört zu werden.

Fazit:
Mit ihrem Debut-Album Deadtime Stories, das mittlerweile 20 Jahre alt ist, waren SEASONS IN BLACK schon auf sehr hohem Niveau unterwegs. Wer Bands wie Crematory in den späten Neunzigern mochte, wird dieses Werk auf jeden Fall zu schätzen wissen und sollte hier unbedingt reinhören!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
