GOHOLOR – In Saeculis Obscuris (2016)

   

Band: GOHOLOR
Album: In Saeculis Obscuris
Genre: Black/Death Metal
Label: Schattenkult Produktionen

Trackliste:
01. Art Of Infernal Power
02. Naberius Daemon
03. Obscurus Sacramentum
04. Symbols Of Blasphemy

In Saeculis Obscuris stellt das 2016 erschienene Debüt der slowakischen Extreme-Metal-Formation GOHOLOR dar. Kurz, heftig und kompromisslos – die EP liefert vier Tracks in gut 16 Minuten.
Doch ob diese düstere Kürze Wirkung zeigt oder nur am Hörer vorbeirauscht, klären wir im Folgenden.

Der erste Eindruck wird klar von der Produktion geprägt: Roh, druckvoll, erdig – so wie es sich für authentischen Death/Black Metal gehört. Die Gitarren schaben unheilvoll im Hintergrund, während Growls und Double-Bass die vordere Klangkulisse dominieren. Schon im Opener wird klar, dass GOHOLOR keinen Platz für Schnörkel oder Melodien lässt. Stattdessen dreht sich alles um brachiale Direktheit. Dabei fällt jedoch auf, dass sich die Songs in ihrer Struktur stark ähneln, was trotz der kurzen Spielzeit eine gewisse Gleichförmigkeit erzeugt. Hier fehlen auflockernde Elemente oder atmosphärische Nuancen, die für Eigenständigkeit sorgen können. Die EP lebt von ihrer maximalen Intensität, allerdings von relativ wenig Abwechslung. Gesanglich setzt GOHOLOR auf tiefe Growls, die die Finsternis konsequent unterstreichen, jedoch textlich kaum differenziert wirken. In puncto Druck und Spielfreude weiß die Band zu überzeugen, doch bleibt der letzte Funke, der echte Begeisterung auslöst, aus. Produktionstechnisch solide, inhaltlich kompromisslos, aber auch wenig überraschend.

Fazit:
In Saeculis Obscuris ist eine düstere, kraftvolle EP, die kein Risiko eingeht, aber solide abliefert.
Fans roher, traditioneller Death/Black-Metal-Kunst sollten hier reinhören – es lohnt sich.
Wer nach Innovation sucht, wird jedoch eher nüchtern zurückgelassen.

Punkte:

Autor: Georg G.