IMPERIAL DOMAIN – Portentum (2025)

Band: IMPERIAL DOMAIN
Album: Portentum
Genre: Melodic Death Metal
Label: WormHoleDeath

Trackliste:
01. History Repeating
02. The Die Is Cast
03. The Legacy
04. New World Order
05. Fragment Of A Dream
06. Portentum
07. Retribution
08. Into Oblivion

IMPERIAL DOMAIN sind Urgesteine der schwedischen Death Metal-Szene. Gegründet wurde die Band bereits 1994 in der Stadt Uppsala. Von diesem Zeitpunkt bis 2005 veröffentlichten die Skandinavier mit In The Ashes Of The Fallen und The Ordeal zwei Longplayer. Dann wurden alle Aktivitäten für 9 Jahre auf Eis gelegt. 2014 kehrten die Schweden zurück und brachten mit dem Deluge ihre dritte Langrille auf den Markt. Mit dem vorliegenden Werk Portentum veröffentlichten sie im November 2025 ihr viertes Studio-Album. Dafür schloss man sich dem italienischen Label WormHoleDeath an. Der Silberling wurde mit 8 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 44,5 Minuten.

Schon im Opener „History Repeating“ zeigen IMPERIAL DOMAIN ihre Klasse. Der Zuhörer bekommt einen Mix aus melodischem Death Metal, Thrash Metal und leichten Heavy Metal-Anleihen serviert. Diese Elemente werden immer wieder von Synths begleitet und so bleibt das Gehörte auch gleich viel besser im Gehörgang hängen. Der Sound ist klar, druckvoll und lässt keine Wünsche offen. Die markanten Growls von Frontmann Andreas Öman suchen seines Gleichen und geben dem Klangbild das besondere Etwas. Die Mitreißenden und eingängigen Riffs können die Hörerschaft sofort abholen. Einziger Kritikpunkt ist die zu straighte Performance, da man gefühlt zu wenig Abwechslung geboten bekommt. Noch einen Tick fesselnder gestaltet sich der zweiten Titel „The Die Is Cast“. Hier erhält der Hörer auch mehr Abwechslung geboten und die Schweden zeigen, warum sie sich schon so lange in der Szene halten können. Mit leicht progressivem Einschlag startet dann die dritte Nummer „The Legacy“ und diese gehen dann in eine episch klingenden Mid-Tempo-Part über. Dadurch entsteht ein guter Wiedererkennungswert. Für mich bisher der beste Track auf der Scheibe. „New World Order“ wirkt anfänglich etwas belanglos, baut sich aber ebenfalls zu einem epischen Song auf und erinnert dabei stellenweise an die finnische Kult-Band INSOMNIUM. Diesem Stil bleibt man auch im darauffolgenden „Fragment Of A Dream“ und das Album entwickelt sich immer mehr zum absoluten Geheim-Tipp. An der sechsten Stelle bekommt man dann den Titel-Song „Portentum“ zu hören. Düstere Klänge geben der Nummer wieder das bereits zuvor erwähnte Flair, wobei der namensgeben Track nicht immer so zünden kann wie seine Vorgänger. Ab der Mitte bekommt der Song dann etwas mehr Schwung und zum Schluss hin fließen dann klare Gitarrenklänge ein und steigern so den Wiedererkennungswert des Songs erheblich. Auch in den abschließenden beiden Tracks „Retribution“ und „Into Oblivion“ zeigen sich die Skandinavier von ihrer besten Seite und bringen dieses Werk zu einem mehr als würdigen Ende. Vor allem letztgenannter kann nochmals durch seine düstere Atmosphäre bestechen und erinnert mich phasenweise an TIAMAT zu ihren Clouds-Zeiten.

Fazit:
IMPERIAL DOMAIN sind zwar Urgesteine der schwedischen Underground-Szene, zählen hierzulande aber eher zu den Geheim-Tipps. Die Schweden liefern mit Portentum ein stimmiges und mitreißendes Melodic Death Metal-Werk ab, das durch seine vielen genreübergreifenden Einflüsse punkten kann. Wer die Jungs noch nicht kennt, sollte diesen Umstand unbedingt ändern!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll