FERALIA – Ultima Requies (2026)

Band: FERALIA
Album: Ultima Requies
Genre: Black Metal
Label: ATMF

Trackliste:
01. Ballata Avernale
02. Ver Sacrum
03. Pharsalia
04. Empireo
05. Marpiter
06. Defigere
07. Miasma


Dunkel, modrig und trostlos. Die letzte Ruhe eines Lebewesens ist und bleibt eine Spaltung in zwei Perspektiven. Die eine derer, die weiter auf dieser Erde wandeln. Auf der anderen Seite, eine Perspektive, die niemand von uns kennt und auch niemals einem Lebenden erzählen kann. So bleibt einem nur der Gedanke an die letzten Momente, wie diese verbracht werden können, bevor der stetige Verfall den eigenen Körper heimsucht.

Einmal mehr kehrt das Thema des Todes und der Dunkelheit in einen Black Metal Tonträger ein. Bei diesem Exemplar handelt es sich um das dritte Album des Trios mit dem Namen FERALIA. Das Projekt ist seit 2018 aktiv. Das lyrische Gewand wird komplett in ihrer italienischen Muttersprache vorgetragen. Dadurch verleiht es dem Ganzen von Anfang an, etwas Sakrales. Ja, fast schon eine sanfte Note dem Vergänglichen gegenüber. Wie oben schon beschrieben widmet sich Ultima Requies (Die letzte Ruhe) der Welt und vieler Geschichten, welche zwischen dem Leben und dem angesiedelt sind, was auch immer danach folgen mag. Aufgeteilt wird das Ganze in 7 Stücke, die eine Spielzeit von knappen 54 Minuten bieten. Musikalisch bewegen sich FERALIA im melodiösen und atmosphärisch getragenen Black Metal. Diese Form bietet dem Zuhörer auch den gerechten Rahmen, um mental in der Zwischenwelt des Seins zu versinken. Natürlich dürfen die schwarzmetall-typischen, aggressiv gestalteten Ausbrüche nicht fehlen. PHARSALIA dürfte hier als eines der Paradebeispiele dienen. Sakral-atmosphärischer Einstieg, welcher in einer treibenden Passage mündet. Nach dieser Zwischenschlacht fällt das Tempo wieder ab und spendet eurem Geist Ruhe, bevor die Zermürbung des Geistes ein weiteres Mal aufgenommen wird. „Mit durchbohrter Kehle schleppt sie einen auserwählten Körper über Steine, mit tödlichen Fesseln am Fuße eines Abgrunds in den Tiefen eines Berges […]“

Fazit:
Mit ihrem dritten Album liefern FERALIA, ein interessantes Werk ab. Das Trio reicht euch die Hand, um eine Reise in die Dunkelheit, zwischen dem Hier und dem, was sein könnte, anzutreten. Wer sich auf diese Reise einlassen möchte, sollte sich die knapp 54 Minuten freihalten, um dieser auch geistig folgen zu können. Für ein einfaches „Nebenbei-Hören“ eignet sich das Ganze nicht, da euch sonst die Kraft von Ultima Requies verborgen bleibt.

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke