Band: CINEASTRE
Album: Hymnen an die Nacht
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: Black Lion Records
Trackliste:
01. Sonnenaufgang
02. Mondscheintrunkene Lindenblüten
03. Zum ewigen Leben hin
04. Königsblau
05. Die Klage
06. Interludium Solanum – Sehnsucht
07. So sternenklar die Nacht
08. Himmelslichter
09. Eine Ode an die Hoffnung
10. Sonnenuntergang
11. Fortgang

Schon beim Anblick des Covers weiß der potenzielle Hörer, das er bei CINEASTRE etwas anderes, wahrscheinlich sogar etwas besonderes zu hören bekommt. Geboren als Solo Projekt, machte Jonathan Surek schon im Jahr 2019 auf sich aufmerksam. Es folgten zwei Demos, zwei Splits, eine EP, sowie ein Vollalbum. Nun hat der zweite Sprössling das Licht der Welt erblickt und Jonathan hat sich dazu zwei weitere Musiker mit ins Boot geholt.
Die musikalische Klammer um das Werk, welches auf den Namen Hymnen an die Nacht hört, bilden die beiden Titel „Sonnenaufgang“ und „Sonnenuntergang“. Der erste dieser beiden erzeugt durch seine Black und Heavy Metal Mischung eine Energie, wie sie den Körper oft nach dem ersten Kaffee durchfährt. Hingegen lädt der „Sonnenuntergang“ durch seine folkigen Elemente sehr zum Ruhen ein, eine schöne Klammer, die sich um das Werk hüllt. Aber was spielt sich nun innerhalb dieser Klammer ab. Musikalisch ergießt sich über alle Lieder eine Mischung aus atmosphärischem Black Metal, welcher gepaart mit Folk-Elementen eure Ohren umschwebt. Erfrischend wirkt sich der Einsatz von Keyboards auf die Musik aus. Im Titel „Zum ewigen Leben hin“ werden punktuell, erinnernd an eine Triangel, Samples gesetzt um das musikalische Kleid aufzulockern, und das gelingt auch sehr gut. Weiterhin lockern Passagen mit Akustik-Guitarren die Klangbühne weiter auf. Auffällig sind weiterhin das Ambiente Stück „Interludium: Solanum“ als auch das Piano Stück „Himmelslichter“. Eines kann man dem zweiten Werk von CINEASTRE definitiv nicht vorwerfen, Langeweile. Das Trio bietet einen erstaunlichen Mix aus verschiedensten Klangwelten und bündelt sie so zu einem sehr eigenständigen Konzept. Für CINEASTRE steht vor allem die instrumentale Musik im Vordergrund. Das ist nicht nur durch den (Vorsicht jeder richtige Black Metaller bekommt jetzt Schnappatmung) kunterbunten instrumentalen Mix zu hören, sondern auch dadurch, dass die Vocals nur recht leise im Hintergrund mitlaufen.

Fazit:
Mit dem ersten Werk im Jahr 2023 konnte das damalige Soloprojekt schon auf sich aufmerksam machen. Mit Hymnen an die Nacht ist dem Trio nun ein sehr eigenständiger Sprössling geboren worden. Wie die Wurzeln eines Baumes durchdringt auch dieses Werk verschiedenste Elemente um ein starkes Fundament zu bilden. Eine klare Empfehlung für jeden der gerne über den Tellerrand hört und sich nicht um Genregrenze kümmert.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
