Band: BRINICLE
Album: Perceptions Of Reality
Genre: Technical Death Metal
Label: WormHoleDeath
Trackliste:
01. Pandemic
02. Deep Trip
03. Almost Gods
04. Brinicle
05. Concept of Destruction
06. Human Predation
07. Buring Slowly
08. Blink

Perceptions of Reality ist das 2024 erschienene Album der kolumbianischen Tech-Death-Band BRINICLE. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Werk um die erste Veröffentlichung der Band. Ob das Debüt der Jungs im hart umkämpften Feld des Tech-Death etwas taugt, klären wir im folgenden Review.
Technical Death Metal ist ein Genre, das in den letzten Jahren immer mehr Vertreter hervorgebracht hat, wodurch sich bereits einige sehr prominente Eigenheiten herauskristallisiert haben. Der Sound muss brutal sein und so klingen, als hätte Adam „Nolly“ Getgood ihn persönlich abgemischt. Dieser Punkt ist schon mal abgehakt – das lässt sich bereits nach den ersten drei Takten feststellen. Zudem müssen die Musiker technisch hochgradig versiert sein: Die Songs müssen auf den Punkt eingespielt sein und dürfen keinen Platz für Fehler lassen. Auch diesen Anspruch erfüllen BRINICLE mit absoluter Präzision.
Die Songs selbst sollten im Idealfall eine schwindelerregende Vielfalt an Riffs und Ideen bieten – um zu diesen Tracks zu moshen, wäre es fast ratsam, die Songstrukturen vorher auswendig zu lernen. Tatsächlich ist dies der erste Punkt, an dem Perceptions of Reality einen eigenen Weg einschlägt. BRINICLE achten darauf, ihre Songs mit durchaus zugänglichen Passagen zu versehen, was dem Album eine angenehme Eingängigkeit und Kurzweiligkeit verleiht. Das liegt allerdings auch daran, dass das Album mit einer Spielzeit von gerade einmal rund 30 Minuten ein eher kurzer Genrevertreter ist.

Fazit:
BRINICLE verbinden auf Perceptions of Reality brutalen Tech Death mit überraschend zugänglichen und abwechslungsreichen Passagen. Technik, Präzision und Sound überzeugen, ohne dass die Songs dabei völlig unnahbar wirken. Ein kurzweiliges und vielversprechendes Debüt, Fans des Genres können gespannt auf mehr sein.
Punkte:
Autor: Georg G.
