Band: CLAMOSUM
Album: Gnosis Absolute
Genre: Melodic/Atmosperic Black Metal
Trackliste:
01. Deus Adversus
02. Gnosis Absolute
03. Läpi seitsemän maailman
04. Toiseuden pimeälle alttarille
05. Kohti yötaivasta
06. Surujen siiville

Nicht jede Kapelle kann von sich behaupten, als erstes ein Live-Album veröffentlicht zu haben. Ok, es waren nur drei Lieder, aber immerhin! Das war bei CLAMOSUM im Jahr 2016 der Fall, zwei Jahre nach ihrer Gründung. Danach folgten drei EPs und eine Demo, sowie einiges Hin und Her in der Besetzung. Nun sind es schon 12 Jahre, seitdem es die melodischen Schwarzmetaller aus dem schönen Finnland gibt. Mit Gnosis Absolute veröffentlicht die Formation jetzt ihr erstes Album. Sechs Stücke mit einer Spielzeit von etwas über 48 Minuten ist es geworden.
Was sofort auffällt, ist das Cover: irgendwo zwischen der Heartagram-Ära von HIM und Photoshop der frühen 2000er gefangen. Eine mutige Entscheidung, allerdings auch nachvollziehbar. Da Finnisch jedoch nicht in den Skills meines Lebenslaufes steht, muss ich mich dem Ganzen eher von der atmosphärischen Seite nähern. Treffen dann die Lieder des Albums auf die Wirkung des Covers? Ja, das tun sie. Gerade der Opener „Deus Adversus“ erschafft eine gute Verbindung. Man kann den Untergang des Lichts förmlich spüren. Wesentlich ruppiger wird es danach bei „Gnosis Absolute“. Roher und dunkler kommt dieser daher und tritt euch in einen modrigen alten Kerker. „Läpi seitsemän maailman“ (Through the Seven Worlds) präsentiert sich dann wieder melodischer und verwebt die ersten beiden Stücke in sich. Damit haben CLAMOSUM aber noch lange nicht genug. Wer bisher den Einsatz von Pianos vermisst hat (ja, wir befinden uns immer noch im melodischen Black Metal), wird bei „Toiseuden pimeälle alttarille“ (To the Dark Altar of Otherness) fündig. Zum Schluss von Gnosis Absolute erwarten uns dann noch die beiden Brecher des Albums. „Kohti yötaivasta“ (Toward the Night Sky) und „Surujen siiville“ (On the Wings of Sorrow), zweiter bildet dabei den atmosphärischen Abschluss zum Anfang des Albums.

Fazit:
CLAMOSUM liefern mit ihrem ersten Album, nach 12‑jährigem Bestehen der Band ein solides Album ab. Wer auf melodiösen, finnischen Black Metal steht, wird hier fündig. Jedoch fehlt leider das Salz in der Suppe ein wenig, daher eignet sich Gnosis Absolute auch recht gut als Second-Screen-Durchlaufalbum.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
