VIA AD MORTEM – Requiem I: Through the Path, Over The Ruins (2026)

  

Band: VIA AD MORTEM
Album: Requiem I: Through the Path, Over The Ruins
Genre: Black Metal

Trackliste:
01. The First Steps Towards the Unknown
02. Through the Path…
03. Worshipper of Death
04. Muchita – Night in Lima
05. Into the Bardo
06. Voragine di luce
07. …over the Ruins
08. Rib for a Rib
09. The Grace of Gnosis

Dunkel hängt das Himmelszelt über den Ruinen einer einst so sprießenden Zivilisation. Vom Prunk und goldenen Schein vergangener Zeiten ist nichts mehr zu vernehmen. Einzig und allein die Natur und Abbilder unserer Selbst sind es noch, die durch diese Ruinen streifen. Willkommen auf dem Weg der in den Tod führt, und vielleicht ist gerade dieser der Lichtbringer, in dieser viel zu hellen Zeit.
Mit VIA AD MORTEM begrüßt uns ein neues Black Metal Projekt aus Italien. Die drei Herren hinter diesem Projekt sind allerdings schon länger in Untergrund Kapellen unterwegs. Ein Alleinstellungsmerkmal bei VIA AD MORTEM ist, dass sie sich selbst als nicht-blasphemisch bezeichnen und ihre Texte primär von esoterischen, okkulten und „heiligen“ (wie auch immer man diese auslegen möchte) Themen handeln. Diese Ausrichtung wird dem Hörer allerdings auch sehr schnell klar, wenn man sich einmal in die Lyrics einließt. So lautet ein Teil des Stücks „Rib For A Rib“ z.B. „Since the genesis of mankind. The first great mistake of God, we learned the art of hate – A rib for a rib, an eye for an eye“. Aber auch der moderne Lebensstil und seine falschen Götzen werden auf Requiem I: Through the Path, over the Ruins nicht ausgelassen. Im Stück „Through the Path…“ heißt es „Forget the life carved by modern idols. Everything that shines will not follow you.“ Ist diese Kritik an der heutigen Lebensweise neu? Nein natürlich nicht, aber VIA AD MORTEM nehmen sich hier Themen an, die meist eher in anderen Genres der musikalischen Landschaft zu finden sind. Verpackt wird das Ganze dann in ein qualitativ gut gespieltes Black Metal Gewand. Atmosphärische und ruhigere Passagen, welche oft mit Ambient Kulissen untermalt werden, finden sich auch in den meisten der neun Lieder. Diese Mischung aus emotionalem, vor Kraft strotzendem Schwarzmetall, gepaart mit ruhigen, zur Sammlung von Kraft benötigten Passagen, untermalen das Konzept gekonnt.

Fazit:
Mit Requiem I: Through the Path, over the Ruins gelingt VIA AD MORTEM ein mehr als solides Erstlingswerk. Konzeptionell durchdacht und abwechslungsreich gespielt durchschreiten wir mit dem Dreiergespann das Tal moderner Götzen und falscher Propheten, nur um am Ende des Weges festzustellen, dass all der Glanz uns nichts bringt außer verpasste Chancen.

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke