Band: GODLESS
Album: Adversus Parousia
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Winter Records
Trackliste:
01. Ingenitus – Ekstasis
02. Omega Omnipotens: Hosanna in Nullificatio
03. Plaga Vobiscum (Et Cum Spiritu Tuo)
04. Pneuma Khaos
05. Ekstasis – Cosmogravis
06. Numenlagneia
07. Ultraticum Infinita Omnium in Nihilum
08. Et Verbum Nihil Factum Est

GODLESS ist eine Death Metal-Band aus Chile. Gegründet wurde die Formation bereits 1997 und somit zählen die Südamerikaner zu den Urgesteinen der nationalen als auch internationalen Szene. Sehr beachtlich ist auch die Tatsache, dass bis auf Gitarrist SS (seit 2026 aktiv) alle Mitglieder noch aus der Anfangszeit stammen. Die Truppe veröffentlichte bisher 3 EPs, ein Split-Release und zwei Longplayer. Das neueste Werk trägt den Titel Adversus Parousia und wurde im Juni 2026 über das griechische Label Nuclear Winter Records auf den Markt gebracht. Die Scheibe, die sowohl im Tape-, CD- und Vinyl-Format erhältich ist, wurde mit 8 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 40,5 Minuten.
Gleich im über 7 Minuten lagen Opener „Ingenitus – Ekstasis“ zeigen die Chilenen ihre Klasse. Man hört sofort, dass die Südamerikaner im Oldschool Death Metal zu Hause sind und ihn selbst über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Der Sound ist minimal dumpf, aber in diesem Fall wirkt es einfach true und daher ist es nicht negativ wertbar. Man versteht es sowohl technisch als auch melodisch die Balance zu halten und man driftet nie zu sehr in eine Richtung ab. Durch dieses Songwriting kann man den Zuhörer sehr gut fesseln und bei Laune halten. Auch die zwischenzeitlich einfließenden Doom-Anleihen sorgen für gute Abwechslung und so vergehen die 7 Minuten wie im Flug. Im zweiten Track „Omega Omnipotens: Hosanna in Nullificatio“ startet man wesentlich rasanter und zeigt, dass man sich auch in höheren Gefilden durchaus wohl fühlt. Diesmal agiert man wesentlich technischer und zelebriert schwarz angehauchten Death Metal. Dieses Gesicht steht GODLESS gut, aber dadurch fehlt es der Performance oftmals an Eingängigkeit. Im dritten Stück „Plaga Vobiscum (Et Cum Spiritu Tuo)“ startet man dann wie von der Tarantel gestochen im Highspeed. Dieser doch recht straighten Gangart bleibt man über 2 Minuten lang treu. Als man schon in Erwägung zieht den nächsten Titel anzuwählen, erfolgt endlich ein Tempowechsel und man agiert in der zweiten Song-Hälfte wesentlich grooviger und kann so die Hörerschaft noch versöhnlich stimmen. Zu Beginn von „Pneuma Khaos“ erhält man einen Mix aus Doom- und Death Metal mit schwärzlichem Beigeschmack. Dieses neue Gesicht steht den Chilenen gar nicht mal schlecht und sorgt zusätzlich für einen Tapetenwechsel. In „Ekstasis – Cosmogravis“ bleibt man den Song-Strukturen des Vorgängers nahezu treu. Druckvoller und leicht progressiv kommt dann „Numenlagneia“ um die Ecke. Auch wenn hier nur bedingt eingängige Momente entstehen, ist dieser Track ein absolutes Highlight. In den verbleibenden Titeln „Ultraticum Infinita Omnium in Nihilum“ und „Et Verbum Nihil Factum Est“ serviert man nochmals den bereits bekannten Mix aus Blackened Death und Doom Metal und bringt diesen Longplayer zu einem würdigen Ende.

Fazit:
GODLESS liefern mit ihrem Album Adversus Parousia ein solides Werk ab. Die Veteranen vermischen gekonnt oldschooligen Death Metal mit Doom Metal und mengen schwarzmetallische Anleihen hinzu. Diese Mischung kann zwar nicht immer durch Eingängigkeit glänzen und bekommt ab der Mitte auch Abnutzungserscheinungen, wirkt jedoch trotzdem erfrischend. Wer Blackened Death Metal mag, sollte hier definitiv ein Ohr riskieren.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
