Band: VALFEANOR
Album: Saturn´s Screeches
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: Running Wild Productions
Trackliste:
01. Saturn’s Rings – Movement I – Corona Gelida
02. Saturn’s Rings – Movement II – Iter
03. Saturn’s Rings – Movement III – Shani Mahamantra
04. Saturn’s Rings – Movement IV – Iterata Interiora
05. Saturn’s Rings – Movement V – Quies Animae
06. Saturn’s Screeches – Movement I – Susurrus Tacitus
07. Saturn’s Screeches – Movement II – Passio Infinita
08. Saturn’s Law – Movement I – Abnegatis
09. Saturn’s Law – Movement II – Fallitis
10. Saturn’s Law – Movement III – Eventus

VALFEANOR melden sich mit einem Werk zurück, das weit mehr ist als ein Standard-Black-Metal-Album. Saturn’s Screeches taucht tief in kosmische Symbolik ein und verbindet harsche Klanglandschaften mit philosophischer Introspektion. Die Band legt hier eines ihrer bislang innovativsten Projekte vor, besonders die Verwendung von binauralen Beats bringt etwas vollkommen Neues aufs Tableau und eröffnet eine ungewohnte, fast immersive Hördimension – man wird gänzlich aus dem Alltag katapultiert.
Die Reise beginnt mit den „Saturn’s Rings – Movements I–V“, die als mehrteiliger Zyklus den Ton des Albums setzen: Weitläufig, meditativ und dennoch von einer kompromisslosen Härte getragen. Die Band erschafft Klangräume, die weniger klassische Songs als vielmehr kosmische Sphären darstellen. Besonders “Saturn’s Rings – Movement V – Quies Animae“ wirkt wie ein Innehalten im Orbit des eigenen Bewusstseins und zeigt die atmosphärische Seite des Albums.
Im Mittelteil ziehen die „Saturn’s Screeches – Movements I–II“ das Tempo an und präsentieren VALFEANOR von ihrer innovativsten Seite: zornige Riffs, unvorhersehbare Wendungen und eine dichte, beinahe körperlich spürbare Soundarchitektur. Hier zeigt sich, wie abwechslungsreich das Album aufgebaut ist – jeder Track erweitert den Klangkosmos, ohne sich zu wiederholen.
Das abschließende Triptychon „Saturn’s Law – Movements I–III“ schließt den Kreis mit einer Mischung aus Härte, Komplexität und reflektierender Tiefe. Es entsteht ein Gesamtbild, das sowohl musikalisch als auch konzeptionell beeindruckt. Durch das binaurale Sounddesign entfaltet sich das Album besonders über Kopfhörer gewaltig und verschiebt dynamisch Tiefe und Räumlichkeit – ein Ansatz, den man im Black Metal bislang nur selten in dieser Form gehört hat.
Anspieltipp: “Saturn’s Rings – Movement V – Quies Animae“

Fazit:
Saturn’s Screeches ist hart, kalt, innovativ und bemerkenswert abwechslungsreich. Mit den binauralen Beats bringen VALFEANOR einen völlig neuen Impuls in das Genre und erschaffen ein Album, das ebenso fordernd wie belohnend ist. Für alle, die dunkle Klangwelten mit Mut zur Experimentierfreude schätzen, ist dieses Werk ein absolutes Muss.
Punkte:
Autor: Tom K.
