Band: VACUA
Album: Mater
Genre: Black Metal
Trackliste:
01. Falce dei reietti
02. Dies Funeris Terrae
03. Dissolto
04. Agoraphobia
05. Interlude
06. Rantoli nel buio
07. Trasmigrazione
08. Aura glaciale

Im Schatten der Walnussbäume von Benevent, wo der Mond die Hügel in Silber taucht, flüstert man seit Jahrhunderten von den Janare. Sie wandelten in finsteren Nächten, wenn die Welt schlief und folgten Pfaden, die kein Sterblicher kannte. Man sagt, sie lasen die Zeichen der Erde, kannten die Kräfte der Kräuter und riefen den Wind bei seinem Namen. Manche fürchteten sie, andere suchten heimlich ihre Nähe. Doch wer ihr Geheimnis ergründen will, muss bereit sein, dem Dunkel zu begegnen, aus dem sie einst hervorgetreten sind.
Diesem Dunkel möchte sich das italienische Gespann von VACUA mit ihrem ersten Album Mater stellen. Dabei handelt es sich bei VACUA um eine noch recht neue Kapelle aus der einstmaligen Weltstadt Rom. 2023 haben die Mannen bereits eine EP veröffentlicht, die allerdings auf nicht allzu viel Gegenliebe gestoßen ist. Das Album bietet achtmal Liedgut, welches komplett in ihrer italienischen Heimatsprache vorgetragen wird (bis auf das Interlude natürlich). Aber was erwartet euch als Hörer?
Im Großen und Ganzen bekommt ihr eine Mischung aus Post-Black-Metal mit leicht atmosphärischem und Black-’n‘‑Roll-Einschlag geboten, dazu mischt sich hier und dort auch eine Prise Post-Punk. Was man dem Album ankreiden muss, ist, dass es sich über seine Spielzeit von etwas über 37 Minuten zu gleich anhört. Dabei meine ich nicht eine einhüllende, mystische Monotonie, nein, sondern eine Monotonie, die dazu verleitet, seine Gedanken anderen Dingen zuzuwenden. Schade. Wer dennoch die Lust verspürt, den Herren eine Chance zu geben, sollte in die Titel „Agoraphobia“ und „Aura glaciale“ reinhören. Mit den beiden Titeln bekommt ihr einen guten Eindruck über das Können und Schaffen von VACUA.

Fazit:
Konnten die Janare nun Einfluss auf VACUA nehmen? Nun, ihr Erstling Mater ist kein „Album des Jahres“ Material geworden. Potenzial ist gegeben, welches aber noch weiter freigelegt werden muss. Bis dahin werde ich mich erst mal unter die Walnussbäume von Benevent begeben und den Janaren bei ihrem Treiben zuschauen.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
