Band: PANTHEON
Album: Dead Existence
Genre: Melodic Black/Death Metal
Label: Remparts Productions
Trackliste:
01. Evolution / Degeneration
02. When The Dead Empire Burns
03. Horda Of Savage Tribes
04. Dead Existence
05. Black Candle
06. Hermit
07. The House Of Screaming Souls
08. Revenge (The Boy Has Grown)
09. Gods Of War
10. Fly Through The Mazes of Time

Die Pforte der göttlichen Ruhmeshalle von PANTHEON öffnen sich und wer hätte das gedacht: es wird Black Metal gespielt. Für Fans der Band nichts Neues, aber jetzt gibt es einen musikalischen Twist. Symphonic heißt das Zauberwort, mit dem sich der Sound ihres neuen Albums Dead Existence beschreiben lässt. Tretet ein und lauscht den göttlichen Songtexten zu denen gottlose Musik gespielt wird.
Die Band besteht aus zwei Multi-Talenten aus Israel, die vom Songwriting bis zum Mastering alles übernehmen. Seit ihrer Gründung 2018 haben PANTHEON eine beachtliche Stilentwicklung hinter sich. Mit dem Debüt Hopelessness (2019) wird in die klassische Black Metal-Schiene befahren, aber durch den Einstieg des Ukrainers Gervald Unke 2020 hat sich die Band neu ausgerichtet.
Die Musik von PANTHEON hat mehr an Tiefe gewonnen, mit symphonischen Elementen und melodischen Chorgesänge. Episch, düster, fast filmisch könnte man sagen. In „Evolution/Degeneration“ wird man langsam in dunkle Hallen geführt, als sich plötzlich die Gitarrenwände auftürmen und mit der Wucht eines einstürzenden Doms auf einen niederkrachen. Wenn die Trommelmaschine Feuersalven schießt, klingt es, als würde die Apokalypse auf einen hereinbrechen. Die Inszenierung des puren Chaos ist ihnen gelungen.
Der Sound des Keyboards bringt das Epische in den Black Metal. Sie holen einen ab und man fühlt sich in die Kriegsgeschichten, die im Album behandelt werden, hineingezogen. Zeitweise klingt ihre Musik nicht nur episch, sondern ähnelt ein wenig dem finnische Humppa – „Horda Of Savage Tribes“ könnte auch zu FINNTROLL passen. Es ist nicht störend, aber hier driften PANTHEON in drollige Black Metal-Gefilde ab. In dem Album sind auch ein paar rollende Death Metalwalzen zu finden. In „Dead Existence“ und „The House Of Screaming Souls“ werden die Basstrommeln an ihre Grenzen gebracht und klingen so intensiv, dass die Wände bersten.

Fazit:
PANTHEON beweisen, dass Black Metal auch ohne Frostbeulen episch sein kann – auch wenn sie manchmal zu sehr in Humppa-Gefilde abdrifteten. Ein Album für Fans von SEPTIC FLESH, die Lust auf mehr Chaos haben.
Punkte:
Autor: Julian Dürnberger
