EVERRISE – Lost (2025)

Band: EVERRISE
Album: Lost
Genre: Melodic Death Metal

Trackliste:
01. Seas
02. Fading Away
03. Invisible
04. Brothers
05. One Sword Two Sides
06. The Darkest Re-Evolution
07. Cowards
08. Melody Of Death
09. My Shelter
10. The Dream That Should Not Be

EVERRISE ist eine Melodic Death Metal-Gruppe aus Frankreich. Gegründet wurde die Band 2013 in der Stadt Toulouse. Von der ursprünglichen Besetzung ist mittlerweile nur noch Frontman Benjamin übrig. 2015 wurde mit Dawnlight der erste Longplayer auf den Markt gebracht. 2018 folgte das zweite Werk After The Eclipse. 2020 gab es dann einige Änderungen im Line-Up und seither ist man als Quintett unterwegs. Unter neuer Besetzung folgte im Dezember 2025 dann das vorliegende dritte Album der Franzosen. Die Scheibe trägt den Titel Lost, beinhaltet 10 Tracks und bietet Unterhaltung für stattliche 51 Minuten und 26 Sekunden.

Eine erste Duftnote setzen die fünf Franzosen schon im Opener „Seas“, der bereits während der Promo-Phase ausgekoppelt wurde. Geboten wird druckvoller, eingängiger und melodischer Death Metal mit teils düsterer Atmosphäre. Mit diesem Rezept kann man den Zuhörer sofort fesseln und in seinen Bann ziehen. Der Sound ist auf heutigen Standard und lässt somit keine Wünsche beim Zuhörer offen. Danach folgt folgt mit „Fading Away“ in instrumentales Interlude, das zeigt welch feine Klinge die Jungs schwingen können. Darauf bekommt man es gleich mit „Invisible“ zu tun und diese Nummer hat definitiv Ohrwurm-Charakter. Für mich das erste Highlight in einem noch frühen Album-Verlauf. „Brothers“ kann das Niveau hoch halten, auch wenn man ähnliche Kost serviert bekommt. Ein kleiner Richtungswechsel folgt dann an der fünften Stelle. „On Sword Two Sides“ bietet dann mehr Tempo und thrashigere Elemente. Auch hier kann die Band mit eingängigem Songwriting bestechen und durch groovige Einlage dem Zuhörer ein Kopfnicken entlocken. „The Darkest Re-Evolution“ besticht durch epische und mitreißende Elemente und die Franzosen beweisen einmal mehr ihr Händchen für perfektes Songwriting. In „Cowards“ zeigen EVERRISE dann einmal mehr, dass sie sich im Thrash Metal-Bereich wohl fühlen und auch bei höherer Schlagzahl überzeugend performen können. Mit dieser Einlage bringen die Franzosen nochmals frischen Wind ins Geschehen und können so die Hörerschaft gut bei Laune halten. Auch im letzten Abschnitt des Albums lassen die Jungs nichts mehr anbrennen. Ganz im Gegenteil, man kann nochmals ein Feuerwerk zünden. Vor allem „My Shelter“ besticht durch seine leicht melancholische Atmosphäre und könnte glatt aus der Feder einer namhaften finnischen Band stammen. Zum Ende folgt noch „The Dream That Should Not Be“ mit diesem Track kann man nochmals ein Ausrufezeichen setzen in dem man Melodic Black Metal-Anleihen einbringt und dieses Werk zu einem grandiosen Ende bringt. Insgesamt ein fulminantes Melodic Death Metal-Album, das für mich zu den besten des abgelaufenen Jahres 2025 zählt.


Fazit:
EVERRISE sollte man sich als Genre-Fan unbedingt ins Notizbuch eintragen, da diese Band mit Lost ein fulminantes Album abgeliefert hat. Man besticht durch eingängiges und mitreißendes Songwriting und schafft es dabei den Zuhörer über die gesamte Laufzeit zu fesseln.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll