Band: BESTIAL PROFANATION
Album: Cadaveric Rebirth
Genre: Death Metal
Label: Iron Blood And Death Corporation
Trackliste:
01. Voices Of Necromancy
02. After The Burial
03. Eaten By The Worms
04. Revenant Torment
05. The Secret Crypt
06. Mortuory Rite
07. Voodoo Intervention
08. In The Tomb Of Rebirth
09. From Eternal Rest
10. Condemned To Exist

BESTIAL PROFANATION ist ein Death Metal-Vertreter aus Südamerika. Gegründet wurde die Band 2020 in der argentinischen Hafenstadt San Antonio Oeste. Bereits ein Jahr später folgte mit der EP Legion Of The Undead das erste Release. 2022 erschien dann mit Sanctuary Of The Living Dead bereits der erste Longplayer der Gauchos. Das vorliegende zweite Album mit Titel Cadaveric Rebirth erschien im September 2025 über das mexikanische Label Iron, Blood And Death Corporation. Der Silberling wurde mit 10 Tracks bestückt und bietet todesmetallische Unterhaltung für ca. 37 Minuten.
Das argentinische Quartett ist ein Parade-Beispiel für oldschooligen Death Metal. Man folgt dem Lehrbuch vorbildlich und die Umsetzung kann sich wirklich hören lassen. In der Performance sind von thrashigen über groovige bis hin zu eingängigen Riffs alles vorhanden. Diese Mischung macht Laune und verhindert zugleich ein monotones Klangerlebnis. Gesanglich setzt man auf tiefe Growls und raue Screams. Der Sound selbst ist klar und druckvoll und dem Standard der heutigen Zeit angepasst. Der Opener „Voices Of Necromancy“ bringt all die erwähnten Elemente mit sich und ist somit ein würdiger Track um das Album einzuleiten. Im zweiten Titel „After The Burial“ setzt man vermehrt auf thrashige Anleihen und zeigt, dass man sich auch in höheren Gefilden wohl fühlt. Der Song kann jedoch kaum fesseln und nur die doomigen Zwischenparts sorgen für etwas Abwechslung. Dieser Thrash-Gangart bleibt man zumeist auch in der dritten Nummer „Eaten By The Worms“ treu, wobei man diesmal mehr groovige und melodischen Parts einstreut und so den Zuhörer besser abholt. An der vierten Stelle folgt dann das Interlude „Revenant Torment“, das mit seinen Synths für eine beklemmende Atmosphäre sorgt. Leider folgt darauf mit „The Secret Crypt“ wieder ähnliche Kost wie zuvor. Zu sehr ähneln sich die Songstrukturen. In den Strophen setzt man auf thrashige Riffe und in den Übergängen setzt man auf groovige und melodische Einlagen. Das Rezept ist grundsätzlich in Ordnung aber etwas frischer Wind wäre auch angenehm. Erst an der achten Position erkennt man dann anscheinend die Notwendigkeit für kleine Änderungen. „In The Tomb Of Rebirth“ agiert man zwar ähnlich, kehrt jedoch die Reihenfolge um. Sprich die Thrash-Passagen werden als Übergang genutzt und die mitreißenden Parts nehmen den Haupt-Part ein. Der große Wurf gelingt mit dieser Änderung zwar nicht aber zumindest kann man den Zuhörer aus dem Schlummer-Modus holen. Mit dezenten CANNIBAL CORPSE-Flair performt man dann im vorletzten Titel „From Eternal Rest“. Auch diesmal bewegt man sich ein kleines Stück aus der Komfortzone und kann den Zuhörer nochmals bei Laune halten. Zum Abschluss folgt dann mit „Condemned To Exist“ der wohl beste Song des Albums. Zu Beginn setzt man auf doomiges Flair bis wieder die obligatorischen Thrash-Einlagen folgen. Diesmal sorgt man aber für einen ausgewogenen Mix und findet einen mehr als würdigen Abschluss eines soliden Death Metal-Albums.

Fazit:
BESTIAL PROFANATION liefern mit Cadaveric Rebirth ein solides Oldschool Death Metal-Album ab. Man setzt zu sehr aufs Lehrbuch und hat nicht den Mut aus gewohnten Mustern auszubrechen. Dies hat zur Folge, dass die Songs zu ähnlich klingen. Die Argentinier haben definitiv Potential, können sich mit dieser Performance jedoch nicht von der breiten Masse abheben.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
