ORDH – Blind In Abyssal Realms (2026)

Band: ORDH
Album: Blind In Abyssal Realms
Genre: Progressive Death Metal
Label: Pulverised Records

Trackliste:
01. Apis Bull
02. Moon Of Urd
03. Phlegraean Fields
04. Blind In Abyssal Realms
05. Hierothesion

Die Gruppe ORDH aus Vermount USA liefert mit Blind by Abyssal Realms ihr erstes Studioalbum unter dem Genre-Begriff Progressive Death Metal. Mit einer Spiellänge von ca. 43min und 5 Songs insgesamt kommen alle Tracks auf eine gute Länge zwischen 6 und 12min. Vorneweg muss man sagen, dass das Album auf jeden Fall eher in Richtung Progressive und weniger in Richtung Death Metal geht, dessen sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein.

Von den ersten Sekunden des ersten Tracks „Apis Bull“ weg wird man hier entführt, in eine meditativ-chaotische Welt aus kurzen knappen Death-Metal Passagen, die aber, oft etwas zu schnell, abgelöst werden von schrägen langgezogenen Prog-Riffs. „Moon of Urd“ ist im Vergleich in der ersten Hälfte härter und setzt auf einen eingängigen Melodiepart, der sich durch die gesamte Nummer zieht und diese doch wieder sehr meditativ wirken lässt. „Phlegraean Fields“ als dritte Nummer markiert den Punkt der Entscheidung, an dem man das Album entweder sein lässt, oder abdriftet und sich darauf einlässt. Beginnt sehr ruhig und entspannt mit düsterem Gesang, steigert sich dann aber zu einer sehr psychodelischen Nummer, die mit ihren schrägen Riffs und sich wiederholenden Parts wirklich zum Abdriften einlädt. Dieser Verlauf wird auch beim Titeltrack „Blind in Abyssal Realms“ beibehalten, zu Beginn sehr ruhig und getragen vom traurigen Gesang entwickelt sich diese Nummer in ihren 12min Spiellänge zu einem dissonant-chaotischen Erlebnis, das fast schon einem Drogenrausch nahe kommt. „Hierothesion“ als letzter Track bringt das Album hart aber doch melodisch und fast zu abrupt zum Abschluss.

Fazit:
Zusammengefasst handelt es sich bei Blind by Abyssal Realm eigentlich um ein Prog-Album mit ein paar Death-Metal Einschlägen. Es macht auf jeden Fall was Progressiv Metal für mich machen soll. Es bringt die Wahrnehmung aus den Fugen, aber nur ganz leicht, es dilatiert die Zeit und das Bewusstsein. Tatsächlich gelingt es ORDH sogar diese Effekte mit den Death-Metal Parts noch zu verstärken.

Punkte:

Autor: Evelyn