HEXEREI – Demonic Sublevation (Compendivm MMXXIV) (2024)

   

Band: HEXEREI
Album: Demonic Sublevation (Compendivm MMXXIV)
Genre: Black/Death Metal
Label: Iron Blood And Death Corporation

Trackliste:
01. (Intro) Unholy Rite Prayer
02. Buried In Darklands (Demo Version)
03. Night Of Ritual (Demo Version)
04. Desecration Of The Apocryphal Kingdoms
05. The Supreme Evil (Promo Version)
06. Buried In Darklands (Promo Version)
07. Black Flame 
08. The Supreme Evil
09. Darkened Night Of Ritual
10. Legions
11. Cradle Of The Dead (Live)
12. Black Flame – First Version (Live)
13. Human Wreckage (Live)
14. Outro

Dass man nach einem Demo, einem Split und einer EP gleich eine ganze Compilation auf die Beine stellen kann, beweisen die okkulten Blackened Deather HEXEREI aus Chile und bringen mit der insgesamt 14 Tracks starken Platte Demonic Sublevation (Compendivm MMXXIV) ihr neuestes Release an den Hörer.

14 Tracks inklusive Intro und Outro hören sich zwar viel an, zu beachten bleibt aber, dass keine der Nummern über vier Minuten lang ist, was die unendlichen Qualen erträglicher macht, die nach „(Intro) Unholy Rite Prayer“ und mit dem eigentlich ersten Song „Buried In Darklands“, der zu allem Übel noch in der Demo-Version daherkommt, beginnen und über 12 Nummern andauern. Über erste Nummer bleibt ansonsten nicht viel zu sagen: Räudigstes Mastering, monotones Tremolo und wenig Abwechslung surren zwei Minuten lang hinter plumpem Highspeed-Blast aus den Lautsprechern.

Angenehmer wird es auch in „Night Of Ritual“, ebenfalls in der Demo-Version, nicht. Grauenhaftes und verwaschen räudiges Mastering, viel zu dominante Drums und immer das gleiche Tremoloriff, das aber fast komplett vom Soundbild geschluckt wird, setzen das Muster fort.

Etwas klareren Sound, aber dennoch keine verbesserte Instrumentalistik, bringt „Desecration Of The Apocryphal Kingdoms“. Monotones, presslufthammerartiges Geballer, das obendrein schlecht gemastert ist, sorgt ab diesem Zeitpunkt bei all jenen für Kopfschmerzen, die Finesse und Technik vor stumpfsinnig rohem Geballer bevorzugen. Mit Musik hat dieser Track kaum etwas zu tun – eher mit dem Klang einer Poliermaschine auf der Baustelle, die nicht mehr nerven könnte.

Über die kurzen zwei Minuten und 17 Sekunden ist man auch bei „The Supreme Evil“ in der Promo-Version froh. Das einzig Positive: Es ist schnell vorbei. Ebenso ist dies bei „Buried In Darklands“ der einzige Pluspunkt, denn auch hier gibt es statt durchdachter Melodieführung oder ausgewogener Arbeit an den Leads nur plumpes Geballer, ein paar gutturale Rufe und Ohrensausen durch die nervige Rhythmik, die es leider nicht schafft, sich selbst zu tragen.

Klarer gemastert, jedoch genauso monoton im Aufbau, geht es in „Black Flame“ weiter. Auch hier finden sich – trotz besserer Hörbarkeit – keinerlei Finessen oder auch nur Passagen, die die Nummer in irgendeiner Art und Weise interessant machen würden. Lediglich das bereits zuvor gespielte Tremolo und der Powerchord wirken eine Oktave tiefer – mit Sicherheit kann man das aber nicht sagen, denn dies könnte auch nur durch das Mastering so wirken.

„The Supreme Evil“ und „Darkened Night Of Ritual“ ändern das Muster ebenfalls nicht. Plumpes blastiges Geballer, monotones Riffing, aber besseres Mastering. Während „The Supreme Evil“ recht schnell vorbei ist, wird man in „Darkened Night Of Ritual“ über vier Minuten lang mit geballter Monotonie gefoltert. Pluspunkte hat der Track keine – lediglich einen schlecht gesetzten Tempowechsel findet man gegen Mitte der Nummer, der allerdings weder Spannung aufbaut noch Monotonie nimmt.

Bessere Gitarrenarbeit und klareres Soundbild bringt „Legions“. Auch die Vocals sind hier besser, da das gutturale Geschnarre in halb hörbares Gekeife wechselt. Diese Elemente machen die Nummer zum hörbarsten und stimmigsten Track der Compilation, auch wenn das Niveau wie zuvor niedrig bleibt und die Bezeichnung als Blackened Death Metal unverständlich ist, denn bisher gab es nur Geschnarre und Monotonie statt deathigem Riffing und durchdachter Melodieführung, wie man sie aus dem Subgenre kennt.

Die drei Livenummern „Cradle Of The Dead“, „Black Flame – First Version“ und „Human Wreckage“ lassen sich mit einem Wort zusammenfassen – und dieses Wort ist unhörbar. Abgesehen davon, dass bei den Aufnahmen kein einziges Instrument zu identifizeren ist, besteht die Voice eigentlich nur aus undefinierbarem Geschnarre, was selbst bei eingefleischten Raw-Black-Fans dafür sorgen dürfte, dass die Packung Kopfschmerztabletten nun endgültig richtig freundlich aussieht.

Nach insgesamt zwölf Tracks voller Geschnarre und Gerumpel wird eine unausgereifte und in sich auf niedrigem Niveau stimmige Compilation mit einem einfallslosen Outro beendet.

Fazit:
Demonic Sublevation (Compendivm MMXXIV) wirkt weniger wie ein in sich durchdachtes Release als vielmehr wie eine lose Sammlung von Rohmaterial, Demos, Promoversionen und unhörbaren Liveaufnahmen. Monotones Dauergeblaste, mangelnde Instrumentalfeinheit und überwiegend schwaches Mastering ziehen sich wie ein roter Faden durch die Compilation und lassen kaum Raum für Spannung, Dynamik oder musikalische Entwicklung.

Einzelne Tracks sind minimal besser hörbar, ändern aber nichts am Gesamteindruck einer unausgereiften Veröffentlichung, die weder kompositorische Tiefe noch stilistische Klarheit erkennen lässt. Am Ende bleibt eine Compilation, die eher Geduld und Schmerzresistenz fordert, als musikalischen Mehrwert zu liefern.

Punkte:

Autor: Nicki