Band: VANGUARDIAN
Album: III: Inhumanity
Genre: Progressive Metal
Label: Inverse Records
Trackliste:
01. Gathering Momentum
02. Peripherals
03. …in Humanity
04. LI-2 XA-1
05. Dead Space
06. Lost in Endeavour
07. Demolition Hour
08. Electric Sorrow
09. Inner Sanctum

III: Inhumanity ist das 2025 veröffentlichte Debütalbum der finnischen Prog-Metal-Formation VANGUARDIAN. Nach 11 Singles und zwei EPs seit 2021 haben die Männer aus Jyväskylä nun beschlossen, ein vollwertiges Album nachzulegen. Wie gut dieser Erstling gelungen ist, klären wir im folgenden Review.
Zu Beginn ein paar Worte zum Sound: Inhumanity orientiert sich sehr stark an den Standards, die moderner Prog-Metal gesetzt hat. Am Klang der Instrumente gibt es nichts zu meckern – alles wirkt durchwegs professionell und bringt ordentlich Druck mit. Besonders hervorzuheben ist jedoch der Basssound: Er ist extrem dominant und bildet das tragende Element des gesamten Klangteppichs. Dem gegenüber stehen leider etwas kraftlose Vocals, denen es stellenweise an Durchsetzungskraft fehlt.
Nun weiter zu den Songs: Diese sind vor allem darauf ausgelegt, „groovig“ zu sein, und erinnern stellenweise in Ansätzen an Djent. Dieser Flow wird jedoch immer wieder von teils melodischen, zugleich aber etwas chaotisch wirkenden Soli unterbrochen. Die Vocals wechseln dabei regelmäßig zwischen klarem und gutturalem Gesang.
Um das Thema Chaos noch einmal aufzugreifen – das ist auch der größte Kritikpunkt am Album. VANGUARDIAN bieten auf ihrem Debüt eine breite Vielfalt an Songs und zeigen, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Allerdings neigt das Album dazu, zu oft in unkontrolliertes Chaos abzudriften, wodurch dem Hörer ein klarer roter Faden fehlt.

Fazit:
III: Inhumanity überzeugt mit professionellem, druckvollem Sound und einem herausragend präsenten Bass, der dem Album viel Charakter gibt. Die groovige Prog-Ausrichtung funktioniert meist gut, wird aber durch etwas kraftlose Vocals und zu häufige, chaotische Brüche ausgebremst. Unterm Strich ein starkes Debüt mit viel Können und Ideen, dem für den ganz großen Wurf noch etwas mehr Fokus und Struktur fehlt.
Punkte:
Autor: Georg G.
