DARK INDICATION – Suppressed Horror (2025)

 

Band: DARK INDICATION
Album: Suppressed Horror
Genre: Death Metal

Trackliste:
01. Descent into the Dunkelheit (Intro)
02. Suppressed Horror
03. Creations of Flesh
04. Intermittent Explosive Disorder (IED)
05. Moloch
06. Godless Ways
07. Vorschlaghammer
08. Deathcreeper
09. Gates of Madness

Mit Suppressed Horror veröffentlichen DARK INDICATION ihr Debütalbum und zeigen eindrucksvoll, dass klassischer Death Metal auch heute noch frisch und eigenständig klingen kann. Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 hat sich die Band schnell einen Namen im deutschen Underground gemacht und präsentiert nun ein Album, das Old-School-Wurzeln mit modernen Einflüssen verbindet. Thematisch bewegt sich die Platte zwischen psychologischem Horror, Wahnsinn, übernatürlichen Kreaturen und düsteren Mythen – ein roter Faden, der sich durch sämtliche Songs zieht.

Nach dem atmosphärischen Intro Descent into the Dunkelheit entfaltet sich mit dem Titeltrack Suppressed Horror sofort das eigentliche Gesicht des Albums. Druckvolle Riffs, eingängige Grooves und immer wieder aufblitzende melodische Leads sorgen für ein abwechslungsreiches Klangbild, das sich klar an der klassischen Death-Metal-Schule orientiert, ohne altbacken zu wirken. Songs wie Creations of Flesh oder Intermittent Explosive Disorder (IED) zeigen die Vielseitigkeit der Band. Blastbeats treffen auf eingängige Midtempo-Passagen, während melodische Gitarrenläufe immer wieder für kleine Verschnaufpausen sorgen. Besonders gelungen ist dabei das Gespür für Dynamik – die Songs entwickeln sich organisch und vermeiden es, in monotone Härte abzudriften. Mit Moloch erweitert die Band ihren Horizont um orientalisch angehauchte Melodien und einen Gastauftritt von Danny Burns, während Gates of Madness mit Sängerin Jasmin Ballaney einen atmosphärischen Abschluss liefert, der dem Album zusätzliche Tiefe verleiht.
Instrumental präsentiert sich DARK INDICATION bemerkenswert geschlossen. Die Gitarren liefern durchgehend starke Riffarbeit und harmonische Leads, während das Schlagzeug sowohl in schnellen Passagen als auch in groovenden Midtempo-Parts überzeugt. Der Bass bleibt stets präsent und sorgt für ein druckvolles Fundament.
Auch die Vocals gehören zu den Stärken des Albums. Jonas Liebl variiert zwischen tiefen Growls und aggressiveren Shouts, wodurch die unterschiedlichen Geschichten der Songs zusätzlich an Intensität gewinnen. Besonders die Gastbeiträge fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein und wirken niemals wie bloße Marketing-Gimmicks.
Zu den stärksten Songs zählen Suppressed Horror, Moloch und Deathcreeper. Hier treffen starke Riffs, abwechslungsreiche Songstrukturen und eine dichte Atmosphäre besonders gelungen aufeinander. Gerade die Verbindung aus Old-School-Death-Metal und melodischen Elementen verleiht dem Album einen hohen Wiedererkennungswert.
Lediglich bei einigen Songs hätte etwas mehr Mut zu markanteren Hooklines gutgetan. Trotz des abwechslungsreichen Songwritings verschwimmen einzelne Passagen gelegentlich ineinander, sodass nicht jeder Track das gleiche Maß an Eigenständigkeit entwickelt.

Fazit:
Suppressed Horror ist ein überzeugendes Debüt, das klassischen Death Metal mit modernen Akzenten verbindet und dabei sowohl atmosphärisch als auch musikalisch auf einem konstant hohen Niveau agiert. DARK INDICATION beweisen Gespür für Songwriting, starke Melodien und druckvolle Arrangements, ohne dabei ihre Old-School-Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Ein Album, das sowohl traditionelle Death-Metal-Fans als auch Hörer modernerer Spielarten ansprechen dürfte.

Punkte:

Autor: Elfi Davis