Band: AIMLESS DEATH
Album: Inquisition
Genre: Death/Thrash Metal
Trackliste:
01. The Inquisition
02. Barbed Wire Crown
03. Bloodlust
04. Inferno
05. The Cult
06. Acid Rain
07. Requiem
08. Of Lesser Men
09. Blinded by Fear
10. Kings of the Gutter

AIMLESS DEATH ist ein Death/Thrash Metal-Quintett aus Deutschland. Gegründet wurde die Band in der oberfränkischen Stadt Kulmbach (Bayern). Ihr erstes Release erfolgte im Jahr 2018 mit der gleichnamigen EP. 2024 folgte dann mit Mountains Of Madness der erste Longplayer der Truppe (–> REVIEW). Im Mai 2026 folgte mit dem vorliegenden Werk namens Inquisistion das zweiten Album der Bayern. Der Silberling wurde mit 10 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für knapp 42 Minuten.
In bester Genre-Manier legen die Jungs im Opener und Titel-Track „Inquisition“ los. Wie auf der Verpackung angegeben wird ein Mix aus Death und Thrash Metal geboten. Dazu beigemengt eingängige Melodien, die den Zuhörer abholen und mitreißen. Einfaches Rezept aus Omas Kochbuch, das sicher zum Erfolg führt und kein Risiko birgt etwas zu vermasseln. Natürlich kann die Musik überzeugen und auch für Stimmung sorgen aber es stellt sich die Frage ob man sich damit im großen Haifisch-Becken durchsetzen kann. Auch im zweiten Track „Barbed Wire Crown“ kann man für Kopfnicken sorgen, aber auch hier fehlt mir ein wenig der Mut zum Risiko, um sich zumindest ein wenig im Gehörgang der Hörerschaft festzusetzen. „Bloodlust“ bleibt dem bisherigen Schema treu und kann sich leider auch nicht wirklich abheben. Erst an der vierten Stelle versucht man mit „Inferno“ einen etwas neuen Weg zu beschreiten. Diesmal setzt man vermehrt auf melodische Akzente und lässt die thrashige Note etwas in den Hintergrund verschwinden. Auch wenn man keinen Meilenstein abliefert, zeigt es trotzdem, dass man mit etwas Initiative doch für große Veränderungen sorgen kann. Für mich bisher sicher der stärkste Song auf der Scheibe. Im darauffolgenden Titel „The Cult“ setzt man auf groovige Riffs gepaart mit Heavy Metal-Anleihen und damit kann man den Zuhörer animieren seine Mähne zu entstauben. Dann fällt man jedoch wieder in anfängliche Verhaltensmuster zurück und die nachfolgenden Titel „Acid Rain“, „Requiem“ und „Of Lesser Men“ konnten keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im vorletzten Song „Blinded by Fear“ kann man sich dann wieder besser in Szene setzen. „Kings of the Gutter“ wirkt dann oft vom Gesang her überhastet und sorgt daher nicht ganz für ein versöhnliches Ende. Zusammengefasst liefern AIMLESS DEATH ein solides Death/Thrash-Album ab, das funktioniert, jedoch fehlt es an Mut zu Veränderungen um sich von der breiten Masse abzuheben.

Fazit:
AIMLESS DEATH stehen für knackigen Death/Thrash Metal, der den Zuhörer mitreißen kann. Leider fehlt den Bayern etwas der Mut und so geht man lieber auf Nummer sicher und wagt keine Experimente. Das hat zur Folge, dass man sich nicht von der breiten Masse abheben kann. Hartgesottene Genre-Anhänger kommen definitiv auf ihre Kosten. Wer Innovation sucht, wird nicht fündig.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
