SZRON – Pure Slavonic Blasphemy + Cult of Death (Reh.’02) (2025)

    

Band: SZRON
Album: Pure Slavonic Blasphemy + Cult of Death (Reh.’02)
Genre: Black Metal
Label: Under The Sign Of Garazel Productions

Trackliste:
01. Into the Halls of Atlantis
02. Raping the Lambs of Christ
03. Heathen Blood
04. No Remorse
05. Day of Holocaust
06. The Dark Slayer
07. The Appearance of Hoar Frost
08. Ancient Purity
09. Creator of Evil
10. Moonlight Enshines the Altar of Frost
11. War Hate Death
12. Usurpers Wrath
13. The Forests Spectral King
14. Pure Slavonic Blasphemer
15. Panzerdeath
16. Return of the Warlords


Der Anfang des neuen Millenniums war eine Brutstätte für Black Metal Projekte, nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in den angrenzenden Ländern. Gut 10 Jahre nach dem Systemwechsel in Polen, ebbte auch dort die überschwängliche Positivität ab und schmiedete so unter anderem eine Kapelle mit dem Namen SZRON. Wozu aber nun der ganze Aufriss für eine kleine Review? Nun, der hier vorliegende Tonträger stammt im Original aus dem Jahr 2002. Die Rede ist von Pure Slavonic Blasphemy + Cult of Death (Reh.’02). Wenn man jetzt ganz genau ist, stammt der erste Teil Pure Slavonic Blasphemy sogar noch aus dem Jahr 2001 und ist die erste Demo von SZRON. Im Jahr 2014 wurde diese Compilation schon einmal neu aufgelegt. Seit letztem Jahr (2025) kommt das Ganze jedoch nochmals als Neuveröffentlichung daher, allerdings diesmal in einem restaurierten Klanggewand. Zuerst ein paar Worte zu eben dieser Restauration: Ich kenne die Originalaufnahme nicht, allerdings ist die Audioqualität der Stücke recht gut, da wir hier von einer Demo- und einer Rehearsal-Aufnahme aus den Anfängen der 2000er sprechen. Dabei bilden Stück 1–10 die Demo Pure Slavonic Blasphemy ab und die Stücke 11–16 das Rehearsal aus dem Jahr 2002, und ja, den Unterschied hört man definitiv. Wo die Stücke der Demo noch „glänzen“, kommt die imperfekte Rohheit der Probeaufnahmen deutlich zum Vorschein. Geboten wird dem interessierten Hörer rotziger Black Metal im Stile der späten 90er. Thematisch beheimatet im klassischen Sumpf aus Christenverachtung, Tod und Dunkelheit. Das soll nicht mal wertend gemeint sein. Man darf nicht vergessen, dass es sich um die ersten Gehversuche einer noch jungen Band handelt. Wer Interesse an einer kleinen Zeitreise in den polnischen Black-Metal-Untergrund hat, dem seien die Lieder „The Appearance of Hoar Frost“ und „Moonlight Enshines the Altar of Frost“ ans Herz gelegt, Hoar Frost ist übrigens die Übersetzung des Bandnames ins Englische.

Fazit:
Mit Pure Slavonic Blasphemy + Cult of Death (Reh.’02) liefert das polnische Label Under the Sign of Garazel Productions, eine restaurierte Version der ersten Gehversuche, der Band SZRON ab. Die Demo Pure Slavonic Blasphemy klingt recht sauber und der Rehearsal Cult of Death (Reh.’02) so dreckig, wie er wohl auch in diesem Moment war. Freunde, die gerne einen Ausflug in die frühen 2000er des Europäischen Untergrundes machen, dürften hier eine gute Stunde Spaß haben.

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke