Band: STUFFD
Album: Caveman
Genre: Groove/Death Metal
Trackliste:
01. Stay In The Shadows
02. No Place To Hide
03. Tear It Down
04. Voodoo King
05. Stuffd
06. Caveman

Caveman – das Bastardkind der Millennial-Ära
Mit 14 Jahren waren die Burschen bereits in der deutschen Metalszene aktiv und per Zufall liefen sie sich dort auch über den Weg. Eine typische Bandgeschichte, an der die vier bis heute schreiben. Der Gaga-Sound der 2000er ist ihr Faible und klingt wie das Bastardkind von SLIPKNOT und MESHUGGAH.
Nach einem tieferen Sinn braucht man hinter STUFFD nicht suchen, denn dieser Name entstand spontan wie ungewollte Flatulenzen. Worauf es ihnen beim Songwriting ankommt ist weniger die Tiefsinnigkeit, sondern mehr die pure Energie. Sie entsteht während ihrer Jamsessions. Ein kleines Riff oder eine kurze Textzeile reicht schon als Anstoß, ein ganzes Lied daraus zu machen. Es passiert kollektiv, ganz ohne starre Strukturen. Caveman ist das Ergebnis ihres kollektiven Gedankencocktails: kurz wie ein Schlag ins Gesicht, elegant wie ein Messerstich und chaotisch wie ein Moshpit bei SLIPKNOT.
Ruckzuck sind die Lieder entstanden und genauso schnell hört man sich auch Caveman durch. Als Debütalbum zählt es nicht, sondern als EP. STUFFD gibt damit einen ersten Einblick, wo ihre musikalische Reise hingeht – nämlich zurück zum 2000er Metalsound. In „No Place To Hide“ zum Beispiel klingen sie so chaotisch wie SLIPKNOT zu ihren Anfängen und bei „Tear It Down“ kitzelt ein Hauch von MESHUGGAH das gepiercte Näschen. Im titelgebenden „STUFFD“ wird alter SYSTEM OF A DOWN-Wind aufgewirbelt, wodurch auch der Millenium-Metalsound vollkommen abgerundet wird.
STUFFD feuern eine Salve aus Nostalgie ab – energiegeladen, aber manchmal wie ein Betrunkener, der seine Lieblingshits durcheinanderwirbelt. Hier ein SLIPKNOT-Riff, da ein MESHUGGAH-Breakdown, dort ein SYSTEM OF A DOWN-Gesang. Von allem ist etwas da, aber noch nicht ganz eins. Es klingt, als hätten sie die beste Metal-Party der 2000er nachgestellt. Es fehlt nur mehr der rote Faden, der aus Oldies einen Klassiker macht. Trotzdem: Wer im Bierzelt abrocken will, ist hier richtig.

Fazit:
Für Metalfans, die Musik ohne Tiefgang suchen und bei Nostalgiepartymusik völlig gaga werden wollen.
Punkte:
Autor: Julian D.
