CADAVRUL – Necrotic Savagery (2026)

   

Band: CADAVRUL
Album: Necrotic Savagery
Genre: Death Metal
Label: Loud Rage Music

Trackliste:
01. Attack Of The Cursed
02. Marș Funebru
03. Circle Pit (B.Y.H.)
04. Devoured
05. Cannibal Satiation
06. Torch The Bodies
07. Necrotic Savagery
08. Dismember All Humans
09. Fuck Fashion (Bonus Track)

Necrotic Savagery: Zombiegemetzel mit Party-Stimmung

Blut, Fleisch, Gedärme: mehr brauchen CADVARUL nicht, um Lieder zu schreiben. Mit ihrer Musik fahren sie die Schiene Old School Death Metal wie ein entgleister Zug und schreiben Riffs wie ENTOMBED, nur mit rumänischem Biss. Zum Jahresauftakt haben sie mit Necrotic Savagery ein musikalisches Zombiegemetzel veröffentlicht, das nicht nur Gräber öffnet, sondern auch Moshpits.

CADAVRUL stammen aus Rumänien und gründeten sich 2005. Wer ihre Liedertexte verstehen möchte, soll am besten nach berühmten Serienmördern recherchieren – denn von diesen kranken Köpfen gewinnt die Band ihre Inspiration. Wie die Faust auf das Auge, passt zu mörderischer Lyrik Death Metal der alten Schule.

Für ihr Hörmaterial nehmen sie sich genügend Zeit, denn in den letzten 21 Jahren haben sie eine Demo (Forensic Nightmares) und zwei Alben herausgebracht. Statt im Studio zu verstauben, tourten CADAVRUL mit SINISTER, MASTER & Co. und schmiedeten so ihren Ruf als brutale Live-Maschine.

Nectrotic Savagery ist nicht nur ein Zombiegemetzel, sondern ein Party-Hit. Nach den 33-Sekunden-langen Knuspergeräuschen geht es gleich ans Eingemachte. In „Attack Of The Cursed“ wird nicht lange um den heißen Brei gespielt und sofort zu brutalen Moshpit circles eingeladen. Die Fußmaschine des Schlagzeugers donnert in einer Höllengeschwindigkeit und wird mit einem Schreddergewitter des Gitarristen perfekt abgerundet wird. CADVRUL haben ein richtiges Händchen für moshpit-fähige Songs und das untermauen sie auch mit weiteren Liedern wie „Circle Pit (B.Y.H.)“ und „Cannibal Satiation“. Man wird hier zum Tanzen und Feiern getreten und dagegen will man sich nicht einmal wehren. In „Torch the Bodies“ gibt es auch ein kurzes, knackiges Solo mit dramatischem Aufheulen zum Schluss. Was hier noch fehlen würde langsam gespielte Passagen zum Verschnaufen für Zwischendurch – dabei denke man an „Lack Of Comprehension“ von DEATH.

Fazit:
Necrotic Savagery ein Moshpit in Schallplattenform. Wer hier nicht mindestens ein Schleudertrauma riskiert, hat den Death Metal nicht verstanden. 9/10 – weil CADAVRUL beweisen, dass Zombies auch tanzen können.

Punkte:

Autor: Julian Dürnberger