SORGSVART – Gardar og grende (2025)

 

Band: SORGSVART
Album: Gardar og grende
Genre: Folk/Black/Viking Metal
Label: Pesttanz Klangschmiede

Trackliste:
01. Da gamla ligg aude…
02. Frå bakom Bergafjedlet onda Tjuvandehidlar i løyndo dei bur
03. Ein mann oppsto or Skogjen
04. Atterhalden i Kveilarvalden
05. Alt Rivna!
06. Gardar og Grende i æve Attende (Ei røyst i einsemde)
07. Landesorg

SORGSVART ist ein norwegisches Ein-Mann-Projekt, das Ende der 1990er Jahre gegründet wurde. Nach früheren Demos und Alben wie Vikingtid og Anarki aus dem Jahr 2008 kehrt es nach einer längeren Pause mit Gardar og grende zurück, das tief in lokalen Traditionen und ländlichem Erbe verwurzelt ist. Stilistisch ordnet sich das Album im Bereich folkiger Metal ein, der akustische und rituelle Elemente mit roher Intensität verbindet.

Die Gitarren erzeugen durch markante Riffs und akustische Passagen eine düstere, erdverbundene Atmosphäre. Die Wechsel zwischen treibender Härte und Melancholie wirken ungeschliffen und direkt.
Das Schlagzeug liefert präzise, kraftvolle Beats und dynamische Übergänge. Diese reichen von ruhigen, folkigen Rhythmen bis zu intensiven, treibenden Passagen. Der Gesang variiert zwischen rauen, grimigen Schreien voller roher Emotion und klareren, ausdrucksstarken Momenten, die Geschichten und Stimmungen intensiv transportieren.

Das Album eröffnet mit „Da gamla ligg aude…“, das mit ruhigen akustischen Klängen beginnt und sich zu harten, epischen Gitarrenparts und kraftvollen Drums steigert, die eine verlassene, schwere Stimmung aufbauen. Danach kommt „Frå bakom Bergafjedlet onda Tjuvandehidlar i løyndo dei bur“. Aggressive Riffs und hämmerndes Schlagzeug beschwören spürbar verborgene Kräfte.  Der dritte Track „Ein mann oppsto or Skogjen“ bringt einen Stilwechsel. Folkige Melodien machen die Wildnis spürbar. „Atterhalden i Kveilarvalden“ geht weiter und wird direkt mediativ. „Alt Rivna!“ explodiert direkt, und reißt somit aus der Ruhe. Der sechste Track „Gardar og Grende i æve Attende“ beendet diesen Kraftakt in Form eines einsamen Ruf. „Landesorg“ lässt das bisher Gehörte Revue passieren, und vermittelt den Eindruck von Heimat und Sehnsucht.

Fazit:
Rohe und verwurzelte Klänge. Das Album fängt die Essenz eines einfachen, traditionsbewussten Lebens ein und transportiert sie mit authentischer Intensität. Es vermeidet oberflächliche Effekte zugunsten ehrlicher, handgemachter Musik, die nachwirkt. Insgesamt ein starkes, stimmiges Werk, das die Wartezeit mehr als wert ist und den Hörer in eine andere Welt zieht. Besonders empfehlenswert für alle, die erdige, ungeschönte Klänge schätzen.

Punkte:

Autor: Christian S.