Band: PSEUDOBIBLION
Album: Index I
Genre: Death Metal
Label: My Kingdom Music
Trackliste:
01. The Upper Berth
02. The Oval Portrait
03. Memory
04. Green Tea
05. The Judge’s House
06. Markheim
07. Oh, Whistle, and I Will Come to You, My Lad

Index I ist das 2026 erschienene Debütalbum der italienischen Death-Metal-Formation PSEUDOBIBLION. Wir klären in diesem Review, wie sich der Erstling der Mannen schlägt und ob es ihnen gelungen ist, ein dekadentes Gothic-Meisterwerk zu schaffen. Vorweg sei allerdings gesagt: Wer Death Metal und die damit einhergehende Brutalität erwartet, kann getrost umdrehen. Dieses Publikum wird zu keinem Zeitpunkt angesprochen.
Zu Beginn werfen wir einen Blick auf den Sound. Obwohl es sich um ein vollwertiges Album handelt, erinnert die Klangqualität leider eher an eine mittelmäßig produzierte Demoaufnahme. Die Instrumente klingen allesamt sehr dünn und entbehren jeglicher Wucht, die man von einem Metal-Release erwarten würde. Es scheint, als wären die rohen Spuren ohne viel Misch- und Mastering-Aufwand direkt auf das Endprodukt übertragen worden; Tiefe oder Dynamik sucht man hier vergebens. Dieselben Schwächen zeigen sich leider auch bei den Vocals: Sie sind zwar klar hörbar, was in diesem Kontext fast schon als Pluspunkt durchgeht, klingen aber dennoch sehr dünn und wirken weitestgehend unspektakulär, wodurch es ihnen an Ausdruckskraft und Präsenz mangelt.
Wenden wir uns nun dem Songwriting zu. PSEUDOBIBLION versuchen sich im Großen und Ganzen an einer Mischung aus (Post-)Punk, Black- und Death Metal. Im Prinzip geht diese Rechnung auch durchaus auf: Die Songs wirken düster, und der starke Post-Punk-Einschlag verleiht dem Ganzen die gewünschte Atmosphäre, die stark an die Goth-Musik der 90er-Jahre erinnert. Gerade hierin liegt das Potenzial der Band, doch leider ist das Ergebnis dieser Fusion, wie bereits angedeutet, nur bedingt überzeugend. Was tatsächlich bleibt, ist ein uninspirierter Output mit zu repetitiven und langweiligen Songs, denen es an markanten Hooks oder unvergesslichen Passagen mangelt, die den Hörer fesseln könnten. Die angestrebte dekadente Fusion verpufft so im unsauberen Klangbild und mangelnden Mut zur musikalischen Variation.

Fazit:
PSEUDOBIBLIONs Debütalbum Index I versucht sich an einer atmosphärischen Genre-Mischung, scheitert jedoch an einer schwachen Produktion und repetitivem Songwriting. Trotz interessanter Ansätze bleibt es ein uninspirierter Erstling, der sein Versprechen eines dekadenten Gothic-Meisterwerks nicht einlösen kann.
Punkte: 4
Autor: Georg G.
