Band: NEOLITH
Album: Inbir
Genre: Death Metal
Label: Deformeathing Production
Trackliste:
01. Inbir
02. Ashur Has Given Me a Brother
03. The Dawn Is Waking
04. Modlitwa na marny czas
05. Of All the Gods
06. Ouroboros
07. The Four Etemmū of Kurnugi
08. Morte

NEOLITH sind Veteranen der polnischen Metalszene. Die Band wurde bereits 1991 in Lesko gegrüdet und widmete sich viele Jahre dem Genre Doom/Death Metal. Mittlerweile ist das Quintett in Krosno beheimatet und stilistisch hat man sich nun dem Death/Black Metal zugewandt. In der Discografie der Polen findet man neben einigen Demos insgesamt sechs Studio-Alben. Das aktuelle Werk trägt den Titel Inbir. Dieses wurde im September 2026 über das Label Deformeathing Production auf den Markt gebracht und ist im CD- als auch Vinyl-Format erhältlich. Die Scheibe wurde mit 8 Tracks bestückt und bietet brachiale Unterhaltung für knapp 40 Minuten.
Den Anfang macht auch gleich der Titel-Track „Inbir“. Geboten wird hier vermehrt rasanter und brachialer Death Metal. Von den angekündigten Black Metal-Anleihen ist kaum bis gar nichts zu erkennen. Dies schadet der Performance aber nicht, denn man bekommt brachialen Death Metal serviert, der vor allem durch die Darbietung der Drums voll überzeugen kann. Natürlich wird der ein oder andere kritisieren, dass man keine Innovation erkennt. Hier muss man aber schon festhalten, dass die Band über 30 Jahre aktiv ist und daher ihrem erlernten Handwerk treu bleibt. Im zweiten Song „Ashur Has Given Me a Brother“ zeigt die Band ein komplett anderes Gesicht. Der Zuhörer bekommt wesentlich eingängigere Riffs zu hören und der diesmal sind schwarzmetallische Elemente deutlich wahrnehmbar. Dies kombiniert mit druckvollen Death Metal-Parts, macht diese Nummer zu einem ersten Highlight auf der Scheibe und lässt auf viel Abwechslung hoffen. In dieser Manier geht es auch im dritten Titel „The Dawn Is Waking“ weiter und man kann das Niveau hoch halten. In polnischer Sprache und mit epischer Atmosphäre wird dann „Modlitwa na marny czas“ vorgetragen. Man merkt schon zu diesem Zeitpunkt warum sich diese Band über so viele Jahre in der Szene halten konnte. Alles wirkt professionell und man weiß einfach, worauf es beim Songwriting ankommt. Auch in weiterer Folge servieren NEOLITH ein Brett nach dem anderem. Man hat direkt das Gefühl, dass sich die Polen in einen wahren Rausch befunden haben als sie die Songs aufgenommen haben. Absolute Pflichtlektüre für Fans des oldschooligen Death/Black Metals.

Fazit:
NEOLITH wissen auch nach über 30 Jahren Bandgeschichte wie man die Fangemeinde zufrieden stellt. Die Polen liefern 8 fette Bretter ab und lassen die schwarzen Herzen der Oldschool Death/Black Metal-Fraktion höher schlagen!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
