LEAD INJECTOR – Witching Attack (2026)

Band: LEAD INJECTOR
Album: Witching Attack
Genre: Black/Thrash Metal
Label: High Roller Records

Trackliste:
01. Siege Upon Heaven
02. Sacrifice This Bitch
03. Evil Executioner
04. Witching Attack
05. Chains
06. Angel Destructor
07. Pest Thrash
08. M.C.C.I.
09. Infinite Force
10. Nuclear Antichrist

LEAD INJECTOR ist ein Black/Thrash Metal-Trio aus Deutschland. Gegründet wurde die Band 2022 in der ostdeutschen Metropole Dresden. Nach einem Demo (2024), folgte im Februar 2026 das Debut-Album Witching Attack. Der Silberling wurde mit 10 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für knapp 45 Minuten. Vertrieben wird die Scheibe über das Label High Roller Records, das im deutschen Werdau beheimatet ist.

Hat man sich oft über das fehlende frisches Blut beschwert, kommt mit diesem Trio endlich der Nachwuchs zum Zug. Man durfte also gespannt sein, ob das Dreier-Gespann überzeugen und vor allem ob es die Hörerschaft von sich begeistern kann. Als erster Track wurde „Siege Upon Heaven“ gewählt. Der etwas mehr als 6 Minuten lange Titel ist schon mal sehr ansprechend und die Jungs beweisen, dass sie ihr Handwerk beherrschen und sich voll der alten Schule des Black/Thrash Metal widmen. Wüsste man nicht, dass LEAD INJECTOR Neulinge sind, dann könnte man glatt glauben es mit einer renommierten Band aus den Neunzigern zu tun zu haben. In den 6 Minuten bekommt man alles geboten was das Genre-Herz begehrt und das mit guter Abwechslung und Wiedererkennungswert. Der Sound ist klar, druckvoll und lässt somit keine Art von Kritik zu. Gesanglich setzt man auf einen Mix aus Gekeife und tiefen Growls. Einfach herrlich wie die Deutschen über die Musik-Landschaft hinweg fegen und für ein bombastisches Feuerwerk sorgen. Im zweiten Song „Sacrifice This Bitch“ kann man die positive Stimmung mitnehmen und bringt die Stimmung bereits nach 2 Nummern zum Kochen. Mit etwas Black ’n‘ Roll-Flair performt man dann im dritten Werk „Evil Executioner“ und sorgt damit für nötige Abwechslung. Der Titel-Song „Witching Attack“ enthält einige Punk-Anleihen und weiß trotz seiner kurzen Laufzeit von 130 Sekunden zu gefallen. „Chains“ ist dann richtig oldschoolig und könnte glatt von Motörhead stammen. Da ich kein Fan dieser Kult-Band bin, konnte ich mit dieser Darbietung bisher am wenigsten anfangen. Trotzdem oder oder genau wegen dieser Performance muss man dem Trio nochmals ein Lob aussprechen. Dann bekommt die Musik der Dresdner jedoch massive Abnutzungserscheinungen und es fehlt dann im zweiten Album-Abschnitt an zündenden Ideen. Auch wenn LEAD INJECTOR weiterhin bemüht sind für gute Stimmung zu sorgen, verliert man immer mehr die Aufmerksamkeit der Hörerschaft. Die anfängliche Spritzigkeit ist zwar noch vorhanden aber viele Abläufe in den Song-Strukturen wiederholen sich und langsam aber sich er hört sich jede Nummer ähnlich an. Einzig der vorletzte Song „Infinite Force“ kann sich wieder besser im Gehörgang festsetzten. Hier setzt man wieder auf Black n´ Roll-Anleihen und damit kommt wieder mehr Abwechslung ins Geschehen. Zusammengefasst liefern die Dresdner Black Thrasher ein ansprechendes Debut-Album ab und man darf gespannt sein wie sich das Trio weiterentwickelt.

Fazit:
LEAD INJECTOR wirken auf ihrem Debut-Album Witching Attack anfänglich erfrischend und sehr unterhaltsam. Leider nutzt sich diese Unbekümmertheit ab der Mitte immer mehr ab, da man durch zu ähnliche Song-Strukturen berechenbar wird. Trotzdem muss man dem Trio für ihr Erstlingswerk ein Kompliment aussprechen und man darf gespannt sein, was hier noch folgen wird.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll