Band: HOLOTROPIC
Album: Individual
Genre: Progressive Metal
Trackliste:
01. D’Filer
02. Al(l)one
03. fRiction
04. out-with-in
05. in_dividual – Part I: Animal
06. in_dividual – Part II: Lamina
07. in_dividual – Part III: Anima

HOLOTROPIC, eine Prog-Metal Band aus der Slowakei hat mit Individual nach 12 Jahren ihr zweites Studioalbum veröffentlicht. Vorne weg kann man sagen, ich denke das Warten hat sich gelohnt. Das Album tut auf recht beeindruckende Weise das was ich mir von einem guten Prog-Album erwarte.
„Holotropic Breathing“ bezeichnet eine Technik in der experimentellen Psychotherapie, bei der mit Hilfe von überwachter Hyperventilation ein Rauschzustand erreicht wird in dem man mehr über sich selbst erfahren soll. So sagt es zumindest Dr.Google. Passt auf jeden Fall zum Bandnamen, denn diesen Effekt kann man hier durchaus erfahren, und das ganz ohne Hyperventilieren oder andere Hilfsmittel. Man wird im ersten Track „D’Filer“ eingestimmt und mitgenommen und steigert sich dann mal mit meditativen Parts, mal eher dissonant aber auch mit spannenden Death-Metal Einlagen und auch unterschiedlichen Gesangsstilen langsam in einen richtig schönen Musictrip. Wobei man auch anmerken sollte, dass nicht nur die Wirkung, sondern auch das eingesetzte Können hier großartig sind und auch richtig eingesetzt werden. „Al(l)one“, wie auch „fRiction“ sind lange, abwechslungsreiche Nummern, in denen viele Stile gekonnt kombiniert und genutzt werden und die durchaus auch alleine funktionieren, aber im Albumkostrukt genau den richtigen Kick für die Gedankenreise geben. Man fühlt sich immer wieder an ältere Werke von tool erinnert.
Wirklich überraschend aber interessanterweise sehr passend kommt dann plötzlich „Out-with-in“ mit orientalisch anmutenden Klängen über sanftem Elektrobeat und leitet zum abschließenden Dreiteiler „In-dividual“ über in dem alles nochmal richtig schön eskaliert und man nochmal alles gibt, bevor man abschließend mit einem philosophischen Monolog zurückgebracht wird und mit, so man sich die Mühe macht und wirklich zuhört, mit einigen spannenden Denkansätzen zurückbleibt.

Fazit:
Mir hat Individual von HOLOTROPIC wirklich gut gefallen, ich denke das ließt man da und dort heraus. Je öfter man es hört, desto mehr Feinheiten findet man und desto mehr mag ich es auch. Spannend finde ich auch, dass man es tatsächlich geschafft hat den Songs herrlich gegensätzlich-zweideutige Titel zu geben. Leider ist die Scheibe nur 30min lang, eine solche Reise dürfte auch gern länger sein. Für Fans von Prog und Experimenten aber auf jeden Fall hörenswert. 😉
Punkte:
Autor: Evelyn
