HELL-BORN – VII (2026)

Band: HELL-BORN
Album: VII
Genre: Black/Death/Thrash Metal
Label: Deformeathing Production

Trackliste:
01. Therion Calls
02. Chaotic Entities
03. In Scarlet and Death
04. Blood in Stone
05. The One with Horns
06. Funeral of All
07. Exodus (Cross the Styx)

HELL-BORN ist eine Black/Death Metal-Formation aus Polen. Gegründet wurde diese bereits 1996 in der Stadt Sopot. Besonders ins Auge stechen beim Line-Up die beiden Gründer Baal Ravenlock und Les, die bei der Kult-Band DAMNATION spielen und früher bei BEHEMOTH aktiv waren. Mit HELL-BORN veröffentlichten in ihrer langen Band-Historie nicht weniger als 7 Longplayer. Das aktuelle und vorliegende Album trägt den passenden Titel VII und wurde im Oktober 2026 veröffentlicht. Die Scheibe, die sowohl im CD-, Tape- als auch Vinyl-Format erhältlich ist, wird über das polnische Label Deformeathing Production vertrieben.

Das polnische Quartett legt gleich mit dem Opener „Therion Calls“ ein ordentliches Brett hin. Geboten wird druckvoller Black/Death Metal mit eingängigen Melodien und thrashigen Anleihen. Gesanglich sind zwei Spuren übereinander gelegt und so sind oftmals Growls und Gekeife zeitgleich zu hören. Dies wirkt sich sehr positiv auf die Klangkulisse aus da man damit die spürbare Aggression noch besser transportieren kann. Der Sound ist klar und dynamisch und lässt somit keine Wünsche offen. Im zweiten Titel „Chaotic Entities“ setzt man vermehrt auf Thrash-Elemente, verliert die melodischen Akzenten jedoch nicht aus den Augen. Auch wenn man hier das vorherige Feuerwerk nicht abfeuern kann, bietet dieses Stück einen guten Kontrast und sorgt schon zu Beginn für gute Abwechslung. Der dritte Song „In Scarlet and Death“ wirkt teils etwas belanglos und als hätte man ihn schon mehrmals gehört. Daher kann dieser kaum Akzente setzten und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch wenn „Blood in Stone“ nicht so recht zünden will, schafft man es hier zumindest mit groovigen Riffs die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich zu ziehen. Wesentlich mitreißender agieren die Polen dann wieder in „The One With Horns“. Mit groovigen Riffs im Mid-Tempo entlocken sie der Hörerschaft das ein oder andere Kopfnicken. Die gesprochenen Zwischenparts hätten hat sich jedoch sparen können da sie eigentlich nur den Flow unterbrechen. Endgültig zu anfänglicher Stärke findet man dann wieder in „Funeral of All“ zurück. Hier kann man wieder durch melodische Akzente dem Zuhörer wieder einen Parasiten ins Ohr einsetzen und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Zum Abschluss folgt dann noch der Titel „Exodus (Cross the Styx)“. Diesmal performen HELL-BORN rotzig in bester Thrash Manier und bringen dieses Album zu einem würdigen Ende. Alles in allem liefern die Polen ein solides Album, dass anfänglich für Furore sorgt. Man verliert dann jedoch den Faden und kann diese starke Darbietung oftmals nicht mehr rüberbringen. Schade denn hier wäre wohl wesentlich mehr drinnen gewesen. So bleibt es bei einem guten Longplayer, den man sich als Genre-Fan durchaus zuwenden sollte. Ob es für einen bleibenden Eindruck ausreicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit:
Die polnischen Veteranen HELL-BORN lassen immer wieder ihre Klasse aufblitzen, schaffen es jedoch nicht das Niveau über die gesamte Laufzeit zu halten. Zu oft verzettelt man sich im Detail und kann dadurch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll