Band: GORTHRIM
Album: Straight To Valhalla
Genre: Melodic Death Metal
Trackliste:
01. The Vikings Reign
02. A Bastard Called Fate
03. Straight to Valhalla
04. The Journey

Die Melodic Death Metaller GORTHRIM kommen aus der Ortschaft Kubschütz, die zu der Gemeinde Bautzen gehört. Die Band ist seit 2016 aktiv und veröffentlichte 2022 ihr Debut-Album
Yggdrasil (–>Review). Dann wurde es wieder ruhig um die vier Sachsen und im Oktober 2025 ereilte ich ein Lebenszeichen der Jungs. Mit der vorliegende EP Straight To Valhalla haben sie im Juli ein neues Release veröffentlicht. Der Silberling wurde mit 4 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung mit nordischem Flair für knapp 22 Minuten.
Ich war gespannt, ob es sich die Jungs aus Kubschütz auch einfach gemacht haben wie so manch andere Viking Metal-Band und einfach eine Kopie von Amon Amarth auf einen Silberling gepresst haben oder ob man sich Mühe gemacht hat, um der Musik ein eigenes Gesicht zu geben. Und ich war beim Opener
„The Vikings Reign“ wirklich positiv überrascht. Man kann der Performance seinen eigenen Stempel aufdrücken und klingt zu keiner Zeit wie eine der bekannten Genre-Bands. Die Musik wirkt modern, ist abwechslungsreich und kann von Anfang bis Ende überzeugen. Einzig die Vocals hätten etwas mehr Facetten vertragen können, um noch ein besseres Ergebnis zu erzielen. Natürlich haben die Jungs das Rad nicht neu erfunden, aber man hat dem Drahtesel zumindest einen neuen Anstrich verpasst und das muss man würdigen. Auch am Sound gibt es nichts zu meckern, da man eine klare und druckvolle Darbietung serviert bekommt. Auch im zweiten Song „A Bastard Called Fate“ hat man kein Interesse als billige Kopie im Regal zu verschwinden, sondern will sich definitiv im Gehörgang des Zuhörers festsetzen. Das gelingt auch hier mit einer mitreißenden Performance, die durch eingängige Melodien im Gedächtnis bleibt. Im Titel-Track „Straight To Valhalla“ beschreitet man neue Wege. Zum einen hat man eine Gast-Sängerin geladen, die mit ihrer kraftvollen Stimme voll überzeugen kann und zum Anderen reduziert man das Tempo und performt im Mid-Tempo. Waren schon die Tracks zuvor wirklich gut, ist der Namensgeber nochmals ein besonderes Highlight und man kann der bisherigen Leistung damit ein Sahnehäubchen aufsetzen. Auch im abschließenden Song „The Journey“ gibt sich das Quartett keine Blöße. In der Endnummer zeigt man nochmals seine Fertigkeiten an den Instrumenten und verzichtet auf eine gesangliche Begleitung.

Fazit:
GORTHRIM liefern mit ihrer EP Straight To Valhalla ein fulminantes Release ab. Im Vergleich zum Debut-Album Yggdrasil hat man sich massiv gesteigert und punktet mit einer eigenständigen Interpretation von Melodic Death/Viking Metal. Kein billiger Abklatsch von Amon Amarth, sondern man bringt eigene Ideen ein und kann den Zuhörer so voll überzeugen!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
