Band: FESSUS
Album: Subcutaneous Tomb
Genre: Death Metal
Label: Darkness Shall Rise Productions
Trackliste:
01. Pointless Anguish
02. Asphyxiate In Exile
03. Cries From The Ether
04. The Depths Of Lividity
05. Yizkor
06. Living Funeral

Mit ihrem Debütalbum Subcutaneous Tomb liefern FESSUS ein Werk ab, das sich tief in den feuchten Grabkammern des klassischen Death Metal eingräbt und jede Form von zeitgemäßer Glättung konsequent verweigert.
Der Sound ist von Beginn an dreckig, authentisch, morbide und stark von einer düsteren Nostalgie durchzogen.
Statt moderner Studioästhetik setzt die Band auf Verfall, Schwere und eine bewusst rohe Atmosphäre.
Schon nach wenigen Takten wird klar, dass dieses Album eher als rituelles Erlebnis denn als bloße Musik verstanden werden will.
FESSUS zelebrieren auf Subcutaneous Tomb einen morbiden, schwer atmenden Death Metal, der sich mehr über Atmosphäre als über klassische Songstrukturen definiert.
Die Gitarren schleifen wie rostige Werkzeuge durch feuchte Erde und erzeugen eine dichte, beinahe erstickende Klangwand.
Anstelle eingängiger Riffs dominieren schleppende, faulige Tonfolgen, die sich langsam in das Gehör des Hörers eingraben.
Das Schlagzeug hält sich kontrolliert zurück und verstärkt dadurch die bedrückende Grundstimmung.
Der Bass liegt tief im Mix und sorgt für ein permanentes Gefühl von Schwere und Verwesung.
Die Vocals klingen roh, tief und ungeschönt, fast so, als würden sie direkt aus einem offenen Grab emporsteigen.
Bereits “Pointless Anguish” macht deutlich, dass die Band auf lange Spannungsbögen statt auf schnelle Höhepunkte setzt.
Die Songs entfalten sich bedächtig und verlangen Geduld sowie volle Aufmerksamkeit.
Mit “Asphyxiate In Exile” wird der doomige Charakter nochmals intensiviert.
Die Produktion bleibt absichtlich unpoliert und transportiert eine kompromisslose Authentizität.
Hier klingt nichts sauber, nichts sicher, alles wirkt instabil und gefährlich.
“Cries From The Ether” überzeugt durch seine schleichende Dramaturgie und die stetig anwachsende Bedrohung.
Nostalgische Anleihen an frühen Death Metal sind stets präsent, ohne in bloße Kopie abzurutschen.
Rituelle, morbide Untertöne ziehen sich konsequent durch das gesamte Album.
Mit “Living Funeral” findet das Werk einen trostlosen, konsequenten Abschluss.
Anspieltipp: “Asphyxiate In Exile”

Fazit:
Subcutaneous Tomb ist dreckig, authentisch, morbide und durch und durch nostalgisch,
FESSUS liefern hier den perfekten Soundtrack, um nachts einen Friedhof zu plündern.
Dieses Album richtet sich an Hörer, die Verfall, Atmosphäre und Dunkelheit über Zugänglichkeit stellen.
Ein kompromissloses Debüt, das lange nachhallt und sich tief ins Bewusstsein eingräbt.
Punkte:
Autor: Tom K.
