Band: DOMHAIN
Album: In Perfect Stillness
Genre: Post-Black Metal/Shoegaze
Label: These Hands Melt
Trackliste:
01. Una tarra ci hé
02. Talamh lom
03. Footsteps II
04. In Perfect Stillness
05. My Tomb Beneath The Tide

Wellen schlagen in der Bucht gegen die Felsen, der Wind peitscht über das Land, das durch Unebenheiten seinen Charakter schonungslos offenlegt und die mächtigen Wolken bilden eine erhabene Decke, die sich über euch erstreckt und offenlegt, wie klein und unbedeutend doch der Mensch als solches ist.
Na, schon dabei geistig in diesem Szenario zu versinken? Super! Dann haben DOMHAIN mit ihrem ersten Langspieler den perfekten Soundtrack zu dieser Gedankenwelt geschaffen. Ihr Erstlingswerk hört auf den Namen In Perfect Stillness und bietet euch eine Reise durch die Weiten ihrer Heimat Irland an. Genretechnisch bewegen wir uns hier im Blackgaze, melancholische Geräuschkulissen treffen auf kräftigen Gesang. „Talamh Lom“ („Unbebautes Land“ zu Deutsch) bietet direkt den treffenden Einstieg für das oben beschriebene Gefühl. Harsch und gewaltig, aber auch ruhig und einnehmenden breitet sich ein Gefühl der Wärme aus, wo zuerst nur der Gedanke des Überlebens regierte. „Footsteps II“ bringt euch dann mehr die melancholische Seite des Seins näher. Getragen von einer mächtigen Gitarrenwand und treibendem Schlagzeug, erzählt uns DOMHAIN von dem was einst war und vielleicht irgendwann, irgendwie wieder sein könnte. „In Perfect Stillness“ lässt dann wesentlich ungehemmter seine Post Black Metal Wurzeln durch eure Gehörgänge wachsen. Als backing Vocals darf auch mal die Dame des Vierergespanns ran und das fügt sich grandios in das Konzept ein. Ihr bekommt fünf Titel mit einer Spielzeit von etwas über 35 Minuten geboten um in eurem Geiste Landschaften oder sogar ganze Welten zu erschaffen.

Fazit:
DOMHAIN sind nun gute fünf Jahre dabei und präsentieren nach einer EP und einer Split Veröffentlichung ihr erstes Album. Im Blackgaze heimisch, nutzen sie diesen, um euch die harsche Schönheit ihrer Heimat näher zubringen. Das gelingt ihnen auch ausgesprochen gut. Vielleicht nicht die beste Musik für den Sommer auf einer Grillparty, aber das soll sie ja auch nicht sein. Wer sich gerne in seine Gedankenwelt zurückzieht und selbst weite Landschaften erdenkt, ist hier genau richtig.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
