DIVINE SOVEREIGN – Autaxia Chronicles: Dawn Of A New Age (2025)

  

Band: DIVINE SOVEREIGN
Album: Autaxia Chronicles: Dawn Of A New Age
Genre: Atmospheric/Melodic Black/Doom Metal
Label: WormHoleDeath

Trackliste:
01. The Ruins Of Autaxia
02. Enshrined Kind
03. The Absolution
04. Essence
05. The Weakness Of Own Flesh
06. Dawn Of A New Age

DIVINE SOVEREIGN ist ein 2023 gegründetes Solo-Projekt des Polen Cezary Rochnowski, mit dem er sich der anspruchsvollen Verschmelzung von Atmospheric Black Metal und Epic Doom Metal verschrieben hat. Das Debütalbum Autaxia Chronicles: Dawn Of A New Age markiert den ersten großen musikalischen Fußabdruck. Über 47 Minuten erzählt es die Geschichte von Niedergang einer Zivilisation und dem Dämmern eines neuen Zeitalters.

Gleich beim Debüt ein Konzept-Album vorzulegen, verlangt Respekt ab. Tatsächlich ist Autaxia Chronicles: Dawn Of A New Age ein ambitioniertes Werk, das jedoch nicht gänzlich frei von Schwächen ist. Das Werk generiert zwar unbestritten eine Atmosphäre, doch die Umsetzung gelingt nicht durchgängig. Neben dem Story-Plot ist die Fusion von Atmospheric Black Metal und Doom, das Herzstück der Platte. Dabei geht gelegentlich der Kontakt mit sich selbst und der Hörerin verloren, gerät die Immersion ins Stocken. Der polnische Multiinstrumentalist agiert technisch versiert, aber einige Tracks neigen zu übermäßiger Repetition, was der Atmosphäre Tiefe kostet. Dies zeigt sich in Songs wie „Essence„, der nicht recht vorankommen will und auf der Stelle tritt. Die feine Gitarren-Spur, der schnarrende Bass haben Potenzial, aber doch geht es nicht wirklich auf. Vielleicht auch weil die Drums schwammig und irgendwie zu weich bleiben. Es fehlt Dynamik und Lebendigkeit und das, obwohl sich hier wohl der Kern der dystopischen Geschichte befindet, der im Song „The Weakness Of Own Flesh“ dann nochmal verdichtet wird. Im Closer „Dawn Of A New Age“ kündigt sich dann ein neues Zeitalter an, tatsächlich ist der Song zunächst direkter und geradliniger. Fast kann man den Aufbruch spüren bis etwa zur Mitte des Songs dichte Synthieflächen einen Kontrast zur marschartigen Snaredrum bilden und die Gitarrenlinie wie die wehende Fahne im Wind fast verzweifelt versucht, den Song zu entwickeln und sich der Song leider in die Länge zieht.

Die Produktion ist insgesamt solide, kann aber nicht über die gelegentliche monotone Struktur hinwegtäuschen, die der Hörerin Geduld abverlangt.

Fazit:
Im Album Autaxia Chronicles: Dawn Of A New Age wird die Geschichte des Aufstiegs und Falls einer Zivilisation erzählt. Ein ambitioniertes Unterfangen, dem es musikalisch jedoch manchmal an der nötigen Dynamik und Lebendigkeit fehlt, um die gesamte Spielzeit über zu fesseln. Die Leidenschaft ist spürbar, doch das Songwriting hätte von einer strafferen Hand profitiert, um die volle Wirkung zu entfalten.

Punkte:

Autor: distelsøl