DESEASED – Torrential Hellfire / Moloch (2026)

   

Band: DESEASED
Album: Torrential Hellfire / Moloch
Genre: Blackened Death Metal
Label: Crawling Chaos

Trackliste:
01. Demonument
02. Self Crucifixion
03. More
04. Torrential Hellfire


DESEASED nennt sich dieses Black/Death Metal-Duo aus Deutschland. Die beiden Musiker Jendrik und Alex kannten sich bereis aus der Zusammenarbeit bei anderen Bands und beschlossen mit diesem Projekt ihre musikalischen Gemeinsamkeiten unter einen Hut zu bringen. Mit der vorliegenden EP Torrential Hellfire / Moloch veröffentlichte das Zweier-Gespann im August 2026 ihr erstes Release. Dieses wurde vom deutschen Label Crawling Chaos als Tape auf den Markt gebracht. Das Tonband beinhaltet 4 Tracks und bietet Unterhaltung für 19 Minuten und 27 Sekunden.

Auf eine Einleitung in die EP wird verzichtet und das Duo legt gleich mit dem ersten Track „Demonument“ brachial und aggressiv los. Von schwarzmetallischen Anleihen ist im Opener wenig bis nichts zu hören. Man konzentriert sich eher auf eine Death Metal-Performance mit druckvollen Passagen und kann so die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich ziehen. Auch gesanglich setzt man auf tiefe Growls und Screams sind eher die Ausnahme. Der Sound wirkt minimal dumpf, trotzdem sind alle Details gut erkennbar. Im zweiten Titel „Self Crucifixion“ wird der Black Metal-Anteil dann deutlich hörbar und es sind auch wesentlich mehr Screams enthalten. Die Nummer hat gute Ansätze, aber auch einige Längen und dadurch kann man die Hörerschaft nicht in jedem Moment abholen. Im dritten Song „More“ versucht man mit punkigen Anleihen für neuen Schwung zu sorgen. Dies gelingt jedoch nur bedingt. Die Performance wirkt etwas verfahren und kann nicht wirklich fesseln. Erst zum Ende hin nimmt die Performance mehr Fahrt auf und kann phasenweise für ein zustimmendes Kopfnicken sorgen. Zumindest kann man frischen Wind erzeugen, der jedoch nicht ausreicht um die Windräder konstant anzutreiben. Im abschließenden „Torrential Hellfire“ setzt man auf doomige, fast sludgige Elemente und kann so für einen „Aha-Effekt“ sorgen und das ist im positive Sinne. Dann nimmt der Song ordentlich Fahrt auf und die Jungs zeigen, dass sie sich auch in höheren Gefilden wohl fühlen. Leider wirkt die Performance im Verlauf wieder etwas zerfahren und man kann den Zuhörer wieder nicht abholen und lässt diesen im leichten Regen stehen. DESEASED liefern auf ihrer Debut-EP immer wieder gute Ansätze, es wirkt jedoch so als hätten sie noch nicht ganz ihren Weg gefunden. So bleibt es bei einem ersten Lebenszeichen. Nun wird es darauf ankommen ob man sich für lebenserhaltende Maßnahmen entscheidet oder den Stecker zieht.

Fazit:
DESEASED liefern mit der EP Torrential Hellfire / Moloch ein solides Erstlingswerk ab. Auf der EP sind immer wieder gute Ansätze zu hören. Leider fehlt es der Performance an der nötigen Stabilität um den Zuhörer zu fesseln. Genrefans können hier definitiv ein Ohr riskieren.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll