COMMANDER – Angstridden (2024)

Band: COMMANDER
Album: Angstridden
Genre: Death Metal

Trackliste:
01. Dawn Of Fear
02. Angstridden
03. Astrayed
04. Deviate From Our Vision
05. Not My War
06. Worlds Upon Worlds
07. Scaremongers
08. Scorched Earth
09. Vanity Is The Death of Decency
10. No Compulsion To Live

Die Münchner Death Metal-Urgesteine COMMANDER sind seit ihrer Gründung im Jahr 1999 ein fixer Bestandteil der deutschen Underground-Szene. Trotz einiger Band-Pausen veröffentlichten die Bayern insgesamt vier Longplayer. Das vorliegende Werk Angstridden wurde im Sommer 2024 auf den Markt gebracht. Der Silberling beinhaltet 10 Tracks und bietet todesmetallische Unterhaltung für ca. 43 Minuten.

Nach dem Intro „Dawn Of Fear“ zeigen COMMANDER gleich warum sie zur Death Metal Underground-Elite Deutschlands zählen. Unbarmherzig, oldschoolig und rustikal walzen die vier Bayern im Titel-Track „Angstridden“ alles nieder, das sich ihnen in den Weg stellt. Auch wenn die Performance nicht von Innovation geprägt ist, schaffen es die Jungs den Zuhörer zu motivieren und entlocken diesem auch das ein oder andere Kopfnicken. Im darauffolgenden „Astrayed“ schalten die Deutschen ein paar Gänge zurück und nehmen den Fuß vom Gas-Pedal und verlegen sich mehr auf stampfende Takte und groovige Riffs. Damit sorgen sie gleich zu Beginn für sehr gute Abwechslung. Ab der Mitte nimmt die Nummer dann mehr Fahrt auf und kann durch thrashige Anleihen für zusätzliche Stimmung sorgen. Richtig druckvoll präsentieren sich COMMANDER dann im vierten Song „Deviate From Our Vision“. Hier vereinen die Jungs alle Facetten des Genres miteinander und sorgen für das bisherige Highlight des Albums. Ungewohnt harmonisch wird „Not My War“ eröffnet und damit kann man die Hörerschaft ein klein wenig überraschen. Der Titel baut sich in Heavy Metal-Manier behutsam auf und nach ca. 1,5 Minuten kommt es dann zur endgültigen Explosion. Die Bayern zeigen sich auch hier von ihrer besten Seite und man bekommt wieder ein absolutes Death Metal-Highlight serviert. Auch in der zweiten Album-Hälfte verlieren COMMANDER nichts an ihrer Spritzigkeit und bescheren der Hörerschaft weiterhin beste Unterhaltung. So können vor allem Tracks wie „Scaremongers“ und „Scorched Earth“ durch ihre groovige Eingängigkeit punkten. Im vorletzten Titel „Vanity Is The Death Of Decency“ verfallen die Jungs in der ersten Hälfte in einen wahren Geschwindigkeitsrausch und können damit ein Ausrufezeichen setzen. Für das Album-Ende hat man sich für den ca. 10,5 Minuten langen Song „No Comulsion To Live“ entschieden. Auch wenn die Laufzeit anfangs etwas abschreckt, schaffen es COMMANDER die Zeit sinnvoll zu nutzen und können den Zuhörer mit diesem Mammut-Track durchgehend bestens bei Laune halten.

Fazit:
COMMANDER liefern mit Angstridden ein grandioses Stück Death Metal-Geschichte ab. Jeder Track für sich kann voll überzeugen. Genre-Fans, die dieses Album noch nicht kennen, sollte diese Bildungslücke sofort ausmerzen!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll