Band: CIRCULAR RUIN
Album: A Sermon In Tongues
Genre: Black/Death
Trackliste:
01. No Solace (Intro)
02. The Altering Altar
03. Perisher
04. The Storm I Keep Within
05. Ropes to Salvation
06. Nocturnum
07. A Dream of Thirst

CIRCULAR RUIN ist ein Black/Death Metal-Vertreter aus Schweden. Gegründet wurde die Band 2019 in der schwedischen Großstadt Uppsala. Vier Jahre später folgte mit der EP Future Graves das erste Release der Skandinavier. Für das vorliegende Debut-Album A Sermon In Tongues schloss man sich dem deutschen Label Vendetta Records an. Die Scheibe, die sowohl im CD- als auch Vinyl-Format erhältlich ist, wurde mit 7 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 36 Minuten.
Das Intro „No Solace“ zeichnet eine düstere und beklemmende Grundstimmung und lässt auf ein finsteres Werk schließen. Dieses geht direkt über in den ersten Song „The Altering Altar“ und hier bekommt man wie versprochen einen Mix aus Death- und Black Metal serviert. Die Schweden setzen dabei gefühlt auch auf leichte Crust Punk-Elemente und dadurch kommt ordentlich Bewegung ins Klangbild. Gesanglich setzt man auf eine raue Röhre, die sehr facettenreich variiert. Was jedoch fehlt ist ein Wiedererkennungswert und dadurch kann der Track sich nicht im Gehörgang festsetzen. Der Sound ist klar und dadurch sind alle Details gut wahrnehmbar. Im dritten Titel „Perisher“ wirken die Skandinavier grooviger und der Black Metal-Anteil wird deutlich erhöht. Durch einen leicht mitschwingende Black `n´ Roll-Anleihen regt die Performance zum Kopfnicken an und diesmal kann man einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ab der Mitte wird die Nummer dann richtig düster und genau diese Veränderung kann für gute Abwechslung sorgen. Diese Gangart behalten CIRCULAR RUIN auch im darauffolgenden „The Storm I Keep Within“ bei und zeigen hier zusätzlich, dass sie sich auch in höheren Gefilden wohl fühlen. Mittlerweile ist kaum noch ein Death Metal-Anteil zu hören und man tendiert ausschließlich zur schwarzmetallischen Kunst. Mit dezenten Sludge-Anleihen geht es dann in Nummer 5 „Ropes To Salvation“ weiter. Dieser eher schleppende Part dauert dann ca. 2,5 Minuten und erst dann nimmt der Song deutlich an Fahrt auf und man läuft wieder zu gewohnter Form auf. Leider kehrt man nach starken 60 Sekunden wieder zu anfänglicher Performance zurück. Diese hat natürlich ihre Daseinsberechtigung, hat aber doch sehr viele Längen und strapaziert somit das Nervenkostüm des Zuhörers. Im folgenden „Nocturnum“ findet man dann zum Glück wieder zurück in die Spur. Hier kann man mit groovigen und melodischen Riffs die volle Aufmerksamkeit der Hörerschaft zurückgewinnen. Rasant geht es dann im abschließenden Track „A Dream Of Thirst“ weiter. Gleich zu Beginn fragt man sich warum man nicht von Anfang an so performt hat. Diese Nummer ist einer der stärksten und rundet das Album sehr rund und würdig ab.

Fazit:
CIRCULAR RUIN liefern mit A Sermon In Tongues ein teils starkes Debut-Album ab. Nach Anlaufschwierigkeiten findet man immer besser in die Spur und in der Mitte läuft man dann zu Höchstform auf. Mit einem Mix aus Black und Death Metal und stellenweise Sludge- und Crust-Anleihen kann man immer wieder für düstere aber auch mitreißende Stimmung sorgen. Die besten Phasen haben die Schweden trotz allem wenn sie sich ganz der schwarzen Seite zuwenden.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
