Band: WINDS OF WINTER
Album: A Choir Of The End
Genre: Melodic Black/Death Metal
Trackliste:
01. A Choir for the End
02. No Light
03. Camille
04. When in November
05. Withered Ride
06. I – Shattering
07. II – the Discord
08. III – I, the Evergrey
09. The Blackened Pyre

Mit A Choir vor the End haben WINDS OF WINTER, eine Black/Death Metal Formation aus Deutschland, ihr neues Album veröffentlicht. In 8 Songs auf ca 48min bekommt man eine gute Mischung aus Black, Death und Groove mit viel Melodie und etwas Death’n’roll Einschlag. Wie bereits in vorhergehenden Alben legt man sich nicht wirklich auf einen Stil fest, sondern verarbeitet auch hier unterschiedliche Stilelemente zu recht gut funktionierenden Songs, teilweise mit echtem Ohrwurm Charakter.
Die neue Scheibe beginnt, mit „A Choir for the End“, mit einem gregorianisch klingenden Choral und übernimmt dessen Gesangsmelodie in ein bedrohlich klingendes, brachiales Werk, welches erst sehr blackmetalig wirkt, sich aber dann vor allem durch Gesang und Drumms immerwieder nach Motörhead anhört und somit bereits als Opener des Werks die Latte relativ hoch legt. Dieses Muster setzt sich auch in den folgenden Nummern „No Light“ und „Camille“ fort. Man wechselt bekonnt und fast leichtfüßig von einem Stil zum anderen, verbindet einzelne Elemente zu einem Gesamtkonzept, dass trotz oder gerade wegen seiner vielen unterschiedlichen Teile funktioniert und selten langweilig wird.
Weiter führt uns die Reise nun zu „When in November“ einer sehr groovigen Nummer die einen mit Tempowechseln und sehr groovigem Stil sofort mitnimmt. „Withered Ride“ kehrt danach wieder zurück in härtere Gefilde mit wesentlich stärkerem Black-Metal Einschlag als zuvor, hämmernden Drumms und schön giftigem Gesang.
Fortgesetzt wird das Werk von einer dreiteiligen Nummer: „I – Shattering“, „II – The Discord“ und „III – I, the Evergrey“ drei Nummern die eigentlich auch als eine funktionieren, aber 15 minütige Songs sind nicht jedermanns Sache. Die Melodie ist sehr eingängig und zieht sich mit Abwandlungen durch alle drei Nummern. Hier ist eindeutig der Death-Metal federführend und auch die Erinnerung an Lemmy lebt nochmals stark auf. Erst gegen Ende im dritten Teil gräbt man hier den Black-Metal wieder aus und schließt schön reudig und giftig diesen Dreiteiler ab.
Den Abschluss bildet „The Blackened Pyre“ und liefert zum Ende nochmal eine ordentliche Portion Black-Groove.

Fazit:
WINDS OF WINTER bleiben ihrer Linie treu und legen sich nicht auf eine Richtung fest, sondern mischen und kombinieren in A Choir for the End gekonnt Stile miteinander, um interessante und abwechslungsreiche Musik zu erschaffen. Fans von genretreuer Musik, die sich gern auf bekannten Pfaden bewegen, werden hier vermutlich nicht glücklich werden, jeder der aber gern über den Tellerrand hinaus schaut und sich auch auf Neues einlassen möchte, wird hier sicher seine Freude haben!
Punkte:
Autor: Evelyn
