MORBID ABOMINATION – Delusions (2026)

Band: MORBID ABOMINATION
Album: Delusions
Genre: Death Metal
Label: Grazil Records

Trackliste:
01. The Seed
02. Mother of the Beast
03. Eradicator
04. Bonesaw
05. Venom
06. Revelation
07. Need to Bleed
08. Vermis
09. Dissolution
10. Excision

MORBID ABOMINATION? Da war doch was – eine, ursprünglich als Soloprojekt gegründete, Death Metal Kapelle aus der Steiermark, welche vor 4 Jahren ein ganz nettes Debut namens Perceptional Day veröffentlichten. Damals noch mit eher schleppenden, fast schon doomig, angehauchten Death Metal unterwegs, legt man nun mit dem neuen Longplayer Delusions (erschienen September 2026) generell einen Zahn zu.

Passend zum Cover geht es mit einem kurzen Horror Movie mäßigen Intro zum Opener „The Seed“ los, welcher gleich auch die generelle Marschrichtung des Albums vorgibt. Schöner fetter 90er Gitarrensound, welchen Bands wie ENTOMBED, DISMEMBER und dergleichen gerne verwendet hatten, ohne jedoch altbacken zu klingen. Rhythmisch, stampfend und druckvoll setzt sich die Death Metal Dampfwalze in Bewegung, um alles platt zu machen, was sich ihr in den Weg stellt. Mit „Mother Of The Beast“ geht es gleich brutal weiter, mit einer Mischung aus druckvoller Trägheit, im Wechsel mit Blastbeats und schneidenden Gitarren und kurzen Passagen, welche einen leichten Hauch von Black Metal einfließen lassen.“Eradicator“ legt anschließend so richtig mit Blastbeats los und ist wohl einer der flottesten Tracks auf dem Album. Old School Death Enthusiasten werden beim folgenden „Bonesaw“ auf ihre Kosten kommen, grooviger geht’s wohl kaum mehr und sollte es diese Band jemals live auf die Bühne schaffen (dazu später mehr), wird das wohl einer meiner Favoriten zum Schädel schütteln. Im Prinzip geht’s mit den nachfolgenden Songs auch genau so weiter, ohne jedoch langweilig zu werden, denn jeder Song hat seine eigenen Highlights, wie zum Beispiel das geil dreckig gespielte Basssolo zum Einstieg in den Song „Venom“, die Tempowechsel in „Revelation“ und so weiter und so fort… einen Favoriten heraus zu picken fällt schwer, da wirklich alle Songs ausnahmslos gelungen sind.

Bezüglich der zuvor erwähnten, leider noch nicht vorhandenen Bühnenpräsenz, bleibt zu hoffen und den Jungs zu wünschen, dass sie bald eine vollständige Combo (aktuell wird noch ein Drummer gesucht) haben, um uns diese musikalischen Leckerbissen live darzubringen

Fazit:
Delusions ist ein sehr gelungenes starkes Death Metal Album, welches zwar den Death Metal nicht neu erfindet (aber wer will das schon?), jedoch mit einer sehr starken druckvollen Produktion aufwartet und es schafft Blastbeats, Groove und Melodie so zu vereinen, dass alles wie aus einem Guss klingt. Somit kann hier jeder Liebhaber des Todesmetalls ohne Bedenken zugreifen.

Punkte:

Autor: Andy