Band: KLAMM
Album: Misanthropocene
Genre: Melodic Black/Doom/Death Metal
Trackliste:
01. Memento
02. Sun Invocation
03. Notre Flamme
04. Europe
05. Anthropocene
06. Smokescreen
07. Tragictory
08. Death Worship
09. Dawn

KLAMM kommen aus Deutschland und wurden 2005 gegründet. Nach einer längeren Schaffungspause erscheint 2021 mit Misanthropocene das dritte Album. Die Band spielt melodischen Black Metal. Dieser ist langgezogen und atmosphärisch dicht. Thematisch sind die Deutschen bei Macht, Verfall und Gesellschaft.
Die Gitarren arbeiten mit Tremolo-Läufen, eingängigen Midtempo-Riffs und längeren akustischen Passagen. In den Bann ziehende Soli schaffen kurze melodische Bögen. Das Schlagzeug setzt Blastbeats und gerades Midtempo ein. Es wird gezielt eingesetzt, um an den richtigen Stellen Tempo herauszunehmen. Besonders bei längeren Tracks hat man die Möglichkeit kurz Durchzuatmen, bevor das Tempo rasant anzieht. Der Gesang kommt als schneidender Scream, tiefer Growl und klarer Gesang daher. Kurze gesprochene Passagen schaffen eine fast geisterhafte Atmosphäre.
„Memento“ öffnet als kurzes gesprochenes Vorspiel, ohne Instrumentaldruck. „Sun Invocation“ greift direkt an und wird im Verlauf schnell und hart. „Notre Flamme“ zieht sich über zwölf Minuten. Tempowechsel als auch Klangdichte lassen einen nicht mehr los. „Europe“ bleibt ein kurzes, dünnes Zwischenspiel. „Anthropocene“ ist mit 15 Minuten das längste Stück. Dieser fünfte Track liefert schwere, weit gezogene Riffs, lange akustische Passagen. Nichtsdestotrotz bleibt der Druck aufrecht. Smokescreen“ wird wieder direkt und lässt der Gitarre Raum zu glänzen.. „Tragictory“ gleicht einem dunklen Intermezzo. „Death Worship“ öffnet weicher, verdichtet sich mittels dem Einsatz klarer Stimmen in Ergänzung von schwerere Riffs. „Dawn“ schließt kürzer und ruhiger, ohne das Album alzu sanft ausklingen zu lassen.

Fazit:
Weit und unruhig. Die neun Stücke brauchen Platz und wechseln hart und sanft, ohne die Linie zu verlieren. Die langen Tracks tragen sich über Riff, Puls und Gesangswechsel. Kurze Tracks halten das ganze zusammen.
Punkte:
Autor: Christian S.
