Band: GRAB
Album: The Inevitable Filth Of Mankind
Genre: Black Metal
Label: Fucking Your Creation Records
Trackliste:
01. Standing Breathless from a Structured Space
02. The Inevitable Filth of Mankind
03. A Hollow Figure from the Past
04. Altar of Revenge
05. Evil Unbound
06. Our Star of Chaos Shines Supreme

Bei GRAB handelt es sich um eine aus Griechenland stammende Black Metal Kombo, welche unter der Federführung von Wrath (Nikolaos Spanakis) agiert. Nikolaos ist gleichzeitig auch der Kopf hinter dem Label Fucking Your Creation Records, als auch Frontmann von anderen bekannten Kombis wie Dødsferd, Drunk Motherfuckers oder Nadiwrath. Unterstützung bekommt er dabei von Bacchus und GoatLord. GRAB besteht als Projekt nun schon seit 20 Jahren, allerdings ist mit The Inevitable Filth of Mankind im Jahr 2021 erst ihr zweites Album erschienen. Es heißt ja ‚Gut Ding will Weile haben‘, aber trifft das auch auf dieses Werk zu? Wollen wir erst mal die Rahmenbedingungen klären. The Inevitable Filth of Mankind bietet euch 6 Stücke, welche mit einer Spielzeit von fast genau 40 Minuten aufwarten. Gespielt wird munterer Black ‚n‘ Roll mit einem kleinen Thrash-Einschlag. Das wird mit der ersten Note und auch der ersten Sekunde des Openers „Standing Breathless from a Structured Space“ absolut klar. Da beginnen die Beine unweigerlich zu wippen. Das folgende Stück „The Inevitable Filth of Mankind“ wiederum setzt etwas mehr auf Monotonie im Umgang mit den Instrumenten und bindet Breakdowns auch wesentlich mehr als Stilelement ein. Dabei gibt es einen leichten Shift hin zu schwerfälligem Doomended-Black-Metal (wenn man es denn so bezeichnen möchte). Stück Nummer drei „A Hollow Figure from the Past“ präsentiert sich dann als recht saubere Black-Metal-Nummer, welche mit leichten Black ‚n‘ Roll Tönen aufwarten kann. An sich aber wohl die Nummer, welche auf dem Album am ehesten den pureren Black Metal verkörpert. Mit Stück Nummer vier wechseln wir wieder ein wenig die Spielweise. Bei „Altar of Revenge“ bekommen wir eine Mischung aus Stoner und Black Metal geliefert. Was bei allem jedoch gleichbleibend ist, ist das Gekeife von Wrath. Am Ende ist es die Konstante des Albums. Die letzten beiden Stücke „Evil Unbound“ und „Our Star of Chaos Shines Supreme“ sind dann nochmals eine Mischung aus Doom und Black ‚n‘ Roll Einflüssen.

Fazit:
Wenn man eines nicht sagen kann, ist es, dass The Inevitable Filth of Mankind von GRAB monoton wäre. Die Platte gibt sich spielerisch und wechselt zwischen Black ‚n‘ Roll mit trashigen Elementen zu Doom und auch Stoner Elementen, natürlich alle mit einer ordentlichen Breitseite Schwarzmetall. Was dem Ganzen etwas konträr gegenübersteht, ist das recht gleichbleibende Gekeife. Wer einen nicht ganz alltäglichen Schwarzmetall-Auflauf verspeisen möchte, ist hier richtig. Es schmeckt gut, aber am Ende fehlt dann doch etwas Salz.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
