NACHTKREATUR – Kreaturenkrankheit (2026)

Band: NACHTKREATUR
Album: Kreaturenkrankheit
Genre: Raw Black Metal
Label: Fetzner Death Records

Trackliste:
01. Kreaturenkrankheit
02. Mein Himmel
03. Nacht der Dämonen
04. Dämmerfluss
05. Stahlwerk Satans
06. Letzter Schrei
07. Totenschlange
08. Teufelswache
09. Meine hasserfüllten Schwingen
10. Schattenschänder
11. Verblutet und vergessen
12. Fahlgestalt
13. Schlaflied

Was holpert und poltert denn dort, im düsteren Keller, vor sich hin? Es sind Graf Ares und Køldbrynger. Zusammen fungieren sie nun unter dem Namen NACHTKREATUR. Die beiden haben sich nach ihrer 2025er EP Kreaturen der Nacht, wieder zusammen gefunden und lassen nun ihren ersten Langspieler auf die Menschheit los. Dieser hört auf den Namen Kreaturenkrankheit und bietet satte 13 Stücke mit einer Spielzeit von 44 Minuten. Eine kleine Warnung vorab, was die beiden hier loslassen, ist ein rohes Werk, welches sich schon mehr in Richtung von Lo-Fi bewegt, als in eine Richtung, wie es der „moderne“ Schwarzmetaller gewohnt ist. Wer mit Projekten wie Tot aus dem Wald vertraut ist, wird schnell wissen was ich meine. Aber zurück zu unseren Kreaturen der Nacht, ich musste erst einmal kontrollieren ob meine Kopfhörer, bei dieser sommerlichen Hitze Schaden genommen haben. Wieso werdet ihr euch fragen, nun ja, das Album ist konsequent übersteuert und dumpf produziert. Also eigentlich das was man erwartet, wenn man Old-School-Like, alles auf einem Kassettenrekorder aufnimmt! Natürlich ist dies mit voller Absicht so produziert worden, damit der rohe und dreckige Umhang des Klanggewandes sich über euch legen kann. Ein wenig anders kommt dann auf einmal „VI. Letzter Schrei“ daher, welcher sich als eine Symbiose aus EDM und Lo-Fi Black Metal präsentiert. Definitiv die Art von Musik, welche sich eben eine Kreatur der Nacht auswählen würde um doch einmal ihr verfaultes Tanzbein zu schwingen. Ein kleines „Juwel“ unter den 13 Titeln, ist „IX. Meine hasserfüllten Schwingen“. Klaustrophobie wurde hier in ein etwas über 3 Minütiges Korsett gegossen. Interessant hierbei ist die kleine, aber das Stück auflockerndes, „fröhliche“ Tanzpassage. Aber natürlich wollen die Herren euch nicht einfach so aus dem Keller entlassen, „XIII. Schlaflied“ pflanzt euch am Ende, mit der unterstützung von Svartscorpio, noch ein kleines Trauma ein, welches euch bald heimsuchen wird!

Fazit:
Mit Kreaturenkrankheit präsentiert das Duo NACHTKREATUR ihr erstes Album. Dieses richtet sich ganz gezielt an ein Publikum, welches in Kellern daheim ist, wo meistens Noise, EDM oder an Rohheit kaum zu übertreffender Schwarzmetall verfüttert wird. Damit ist das Album definitiv nicht für alle Ohren geeignet. Für Kreaturen, welche sich allerdings in eben diesen Sub-Genres heimisch fühlen, ist es genau richtig.

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke