Band: WRESTLEMANIACS
Album: Don´t Try This At Home
Genre: Thrash Metal
Label: Crawling Chaos Records
Trackliste:
01. Don’t Try This at Home
02. We Want Blood
03. I Shot Dino Bravo
04. Vicious Sychopath
05. March of the S.H.E.I.K.
06. I Like to Hurt People
07. Cocaine & Cowboy Boots
08. Broken F’N Neck
09. Mastodon

Don’t Try This At Home ist das erste Full-Length-Album der Osnabrücker WRESTLEMANIACS und zeigt ziemlich deutlich, wohin die Band will: keine überladene Thrash-Platte mit technischem Anspruch, sondern ein kurzes, aggressives und bewusst dreckiges Brett, das seine Wirkung aus Tempo, Attitüde und einer guten Portion schwarzem Humor zieht.
Zunächst ein paar Worte zum Sound. Die Produktion ist roh und direkt gehalten, ohne dabei völlig chaotisch oder undurchsichtig zu wirken. Alles klingt so, als solle es möglichst unmittelbar auf den Punkt kommen: Gitarren mit genügend Biss, ein treibendes Schlagzeug und Vocals, die mehr Druck als Feinzeichnung vermitteln. Gerade diese Unmittelbarkeit gehört zu den großen Stärken des Albums. WRESTLEMANIACS verzichten weitgehend auf Schnörkel und setzen stattdessen auf kurze, kompakte Songs, die schnell ins Ohr gehen und trotzdem genug Härte mitbringen, um nicht beliebig zu wirken.
Don’t Try This At Home bietet 9 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von gerade einmal etwas mehr als 21 Minuten. Das ist kurz, fühlt sich hier aber eher nach Stärke als nach Schwäche an. Die Band verschwendet keine Zeit mit überflüssigen Intros, ausufernden Übergängen oder unnötigen Wiederholungen. Stattdessen reiht sich ein Stück ans nächste und es wird deutlich, dass hier weder Subtilität noch Zurückhaltung gefragt sind. Inhaltlich und musikalisch lebt das Album von seiner überdrehten, fast schon cartoonhaften Gewaltästhetik, die sich mit Wrestling-Referenzen und Crossover-Energie zu einem sehr eigenen Gesamtbild verbindet.
Wer auf ruppigen, schnellen und eingängigen Thrash mit Hardcore-Kante steht, dürfte hier schnell Zugang finden. Auch ohne tiefere Wrestling-Affinität funktioniert das Album, weil die Songs genug Eigenständigkeit und Drive besitzen, um nicht bloß als Gimmick zu wirken. Wer allerdings komplexe Arrangements, große stilistische Spannweite oder besondere kompositorische Tiefe sucht, könnte Don’t Try This At Home als etwas eindimensional empfinden. Genau diese Geradlinigkeit scheint hier aber gewollt zu sein – und in diesem Rahmen funktioniert sie erstaunlich gut.

Fazit:
Mit Don’t Try This At Home liefern WRESTLEMANIACS ein sehr kompaktes, schlagkräftiges Debüt ab, das keine Umwege geht und genau deshalb überzeugt. Roh, schnell, eingängig und mit der richtigen Portion Krawall versehen – sicher kein Album für jede Gelegenheit, aber für Fans von Crossover Thrash und Hardcore-Attitüde definitiv eine unterhaltsame Angelegenheit.
Punkte:
Autor: Georg G.
