CHAOSPIRACY – Infecting Grotesque Decay (2025)

   

Band: CHAOSPIRACY
Album: Infecting Grotesque Decay
Genre: Death Metal
Label: Morbid Chapel Records

Trackliste:
01. Catacombs of Silence
02. Tears of Scorching Chaos
03. Cosmic Desecration
04. Lustful Abyss

CHAOSPIRACY nennt sich dieses Death Metal-Trio aus der italienischen Metropole Mailand. Über den Zeitpunkt der Gründung und mehr Details zu Band, findet man kaum Informationen. Die vorliegende EP Infecting Grotesque Decay ist zugleich das erste Output der Italiener. Die EP wurde digital im Herbst 2025 veröffentlicht und erschien im Jänner 2026 im CD-Format über das polnische Label Morbid Chapel Records. Der Silberling beinhaltet 4 Tracks und bietet Unterhaltung für ca. 24 Minuten.

Auf eine Einleitung wird verzichtet und die Italiener starten gleich im Opener „Catacombs of Silence“ rasant und druckvoll. Anfänglich hat man das Gefühl, dass es sich hier um straighten Death Metal handelt. Diese Annahme kann die Band aber relativ rasch widerlegen. Man versucht immer wieder mit eingängigen und groovigen Passagen die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich zu ziehen und im Verlauf des Tracks fließen dann auch recht doomige Elemente ein und sorgen so für zusätzliche Abwechslung. Der Sound ist etwas oldschoolig, passt jedoch wie die Faust aufs Auge um die vermittelte Atmosphäre wiederzugeben. Im zweiten Song „Tears of Scorching Chaos“ beginnt man gleich mit schleppenden Riffs und setzt somit weiter auf eine doomige Stimmung. Nach knapp 50 Sekunden nimmt die Performance aber dann an Fahrt auf und man bekommt wieder mitreißende Riffs geboten, bevor es wieder zäh weitergeht. Leider kann man diesmal die Hörerschaft nicht so gut fesseln wie zu Beginn. Zu berechenbar ist das Songwriting und die Umsetzung und daher werden hier wohl eher hartgesottene Genre-Anhänger auf ihre Kosten kommen. „Cosmic Desecration“ bietet dann wieder mehr groovige Anleihen und kann dem Zuhörer zumindest ein Kopfnicken entlocken. Im abschließenden „Lustful Abyss“ kehrt man dieser mitreißenden Performance wieder den Rücken zu und setzt wieder auf eher schleppenden Takt und langsame Riffs. Nach starkem Beginn verliert man leider schnell den Faden und geht dann zu geradlinig und vorhersehbar ans Werk. Potential ist definitiv vorhanden aber es wirkt fast so als hätten die Italiener noch nicht ihren Weg gefunden.

Fazit:
CHAOSPIRACY liefern mit ihrer Debut-EP Infecting Grotesque Decay ein solides Werk. Mit guten Ansätzen aus groovigen Riffs können sie den Zuhörer immer wieder für sich gewinnen. Leider ist das Songwriting zu straight und vorhersehbar und so macht man die guten Ansätze oftmals zunichte. Es wirkt so als ob das Trio seinen Weg noch nicht ganz gefunden hat. Man darf gespannt sein auf kommende Releases.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll