Band: CHRONIC HATE
Album: Defeating The Oblivion Of Life
Genre: Death Metal
Trackliste:
01. The Wrong
02. Blastphemy
03. Mass Distraction Program
04. Regurgitated Brains
05. Despair… In Sorrow
06. Subjugated Minds
07. Born To Appear
08. Handcuffed
09. Chronic Hate

Bei Defeating The Oblivion Of Live handelt es sich um das erste Studioalbum von CHRONIC HATE, einer Death Metal Band aus Italien. Bereits mit den ersten Tönen dieses Albums wird klar, dass man hier ganz genau weiß was man tut und was man will. Nämlich ehrlichen, klassischen, technisch guten Death Metal abliefern.
Und das gelingt CHRONIC HATE mit diesem Album auch sehr gut. Die Riffs sind kraftvoll, das Tempo moderat schnell, der Gesang wechselt zwischen tiefen Growls und Screams und melodische Gitarrenparts runden das ganze, in sich recht stimmige, Klangerlebnis gut ab. Hier handelt es sich aber auf jeden Fall um ein Album, das man sich öfters anhören muss um es wirklich genießen zu können, denn erst nach dem 3. oder 4. Mal hört man wirklich die Finessen und Feinheiten heraus, die es ausmachen. Die Songs sind mit ~3min30s Spiellänge durchwegs sehr kurz gehalten, kommen aber auch schnell und ohne große Umwege oder Intros zum Punkt, fühlen sich also nicht abgewürgt an, auch wenn ich eher ein Fan der längeren Nummern bin.
Mit der einen Ausnahme in der Spiellänge kommen ich gleich zu meinen Favoriten auf dieser Scheibe: „Despair…in Sorrow“ fällt mit fast 10min Dauer komplett aus dem Schema der anderen Nummern. Ist aber auch sonst natürlich erwähnenswert, da es sich von einer doch recht typischen, rhythmischen 6 minütigen ersten Hälfte zu einer von einem ruhigen Gitarrensolo getragenen Intrumentalnummer verwandelt, die sich aber nahtlos an den ersten Teil anschließt und einen perfekten Abschluss liefert. Die zweite Nummer auf die ich näher eingehen möchte ist „Mass Distraction Program“. Sie baut sich ungewohnt langsam für dieses Album zu einer schnellen Nummer mit sehr viel gut eingesetztem „Gesang“ auf, in der die Talente und Vorzüge beider Stimmen wirklich gut zu Geltung kommen. Leider ist auch hier nach 3min schon wieder Schluss.

Fazit:
Zusammenfassend handelt es sich bei Defeating The Oblivion Of Live um ein Album, das ich jedem Fan von klassischem Death Metal ans Herz legen möchte, das aber mit der einen oder anderen Nummer auch ein paar vorsichtige Schritte aus der ganz straighten Schiene heraus wagt, was dem Gesamterlebnis definitiv zu Gute kommt. Wie schon oben erwähnt, muss man dieser Scheibe Zeit geben zu wirken, nach dem ersten Probehören hat man wahrscheinlich noch nicht einmal die Hälfte von dem wahrgenommen, was es hier zu entdecken gibt.
Punkte:
Autor: Evelyn
