DEAD SAMARITAN – Overlord Of Wasteland (2026)

Band: DEAD SAMARITAN
Album: Overlord Of Wasteland
Genre: Death/Thrash Metal

Trackliste:
01. God Drug
02. Temple Of Ra
03. Point Blank Range
04. Overlord Of Wasteland
05. Invokatsioni
06. Summon The Beast

Die finnische Band DEAD SAMARITAN hat am 6. März 2026 die EP Overlord of Wasteland veröffentlicht. Die Platte umfasst sechs Tracks und bewegt sich klar im Bereich Old School Death/ Thrash Metal.

Schon God Drug macht ziemlich unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: ein druckvoller, schön brutaler Einstieg mit starkem Old School Einschlag, thrashiger Schlagseite und blasphemischer Grundstimmung. Vieles wird hier recht oft wiederholt, aber das fällt nicht negativ auf, weil der Song schlicht gut klingt und genau das liefert, was er soll. Temple of Ra nimmt etwas Tempo raus und wirkt dadurch abwechslungsreicher. Gerade diese Mischung aus Druck und mehr Struktur macht den Song zu einer der stärksten Nummern der EP. Danach zieht Point Blank Range wieder deutlich an: schnell, breit, riffstark und trotz der Geschwindigkeit erstaunlich griffig. Besonders der Aufbau und das Solo am Ende funktioniert sehr gut. Das ist definitiv ein Song, den man explizit hervorheben sollte. Der Titeltrack Overlord of Wasteland zeigt dann am deutlichsten, dass die EP von Song zu Song variabler wird. Schon das Eröffnungsriff hat Biss, später kommen ein melodischerer Refrain, ein cleaner Part und ein Triolen Teil unter dem Solo dazu. Die Nummer bietet sehr viel Abwechslung und ist nicht zufällig auch einer der längeren Tracks der Veröffentlichung. Nach dem kurzen Interlude Invokatsioni folgt mit Summon the Beast ein starker Abschluss. Der Song hat etwas deutlich storytellingartigeres im Songwriting und auch kleine Details sitzen gut, etwa wenn ein Riff nach dem cleanen Part noch einmal höher gespielt wird, was stellenweise fast an ältere melodische Death Metal Momente erinnert.

„Overlord of Wasteland“ und „Temple of Ra“ sind für mich die Höhepunkte der EP.

Fazit:
Eine starke, teils angenehm melodische EP, die sich sehr schlüssig in das bisherige Schaffen von DEAD SAMARITAN einfügt. Der Sound ist breiter und fetter, die Riffs sitzen, und insgesamt wirkt das Material schön breitschultrig und kompromisslos old schoolig, ohne zu stumpf zu werden.

Punkte:

Autor: Ossian