Band: NOCTIVAGUM
Album: De Arcanis et Ritibus Sulphuris
Genre: Black Metal
Trackliste:
01. Initium Caerimoniae
02. Ignis
03. Arcana Noctis
04. Ex Inferis
05. Carpe Noctem
06. Occulta Suprema Ars
07. Finis Caerimoniae

Mit De Arcanis Et Ritibus Sulphuris legt NOCTIVAGUM ein Werk vor, das sich tief aus den Schatten ritualistischer Black-Metal-Traditionen speist. Die Veröffentlichung wirkt wie ein okkultes Zeremoniell, das den Hörer Schritt für Schritt in dunklere Sphären führt. Zwischen roher Klanggewalt und atmosphärischer Dichte entfaltet sich eine musikalische Beschwörung, die gleichermaßen archaisch wie eindringlich wirkt.
Schon das eröffnende „Initium Caerimoniae“ legt die Grundlage für eine klangliche Reise, die weniger wie eine Sammlung einzelner Songs, sondern vielmehr wie ein zusammenhängendes Ritual wirkt. NOCTIVAGUM schaffen es dabei, eine erhabene Atmosphäre entstehen zu lassen, die gleichzeitig rau, roh und beinahe dämonisch anmutet. In „Ignis“ lodern die Gitarren wie ein unheilvolles Feuer, während „Arcana Noctis“ mit dunklen Melodiebögen eine fast sakrale Stimmung aufbaut. Das folgende „Ex Inferis“ treibt das Tempo an und lässt die rohe Seite der Band besonders deutlich hervortreten. Mit „Carpe Noctem“ wird die Atmosphäre dichter und geheimnisvoller, bevor „Occulta Suprema Ars“ den okkulten Charakter des Albums nochmals unterstreicht. Den rituellen Abschluss bildet schließlich „Finis Caerimoniae“, das die musikalische Beschwörung würdevoll beschließt. Die sieben Songs zeigen sich dabei überraschend abwechslungsreich und halten die Spannung über die rund dreißig Minuten Laufzeit mühelos aufrecht.
Anspieltipp: „Carpe Noctem“

Fazit:
Mit De Arcanis Et Ritibus Sulphuris gelingt NOCTIVAGUM ein starkes erstes Ausrufezeichen im Underground. Die Mischung aus roher Energie, düsterer Atmosphäre und spürbarem kompositorischem Gespür lässt bereits jetzt das Potential der Band erkennen. Man darf auf kommende Veröffentlichungen dieser Formation durchaus gespannt sein.
Punkte:
Autor: Tom K.
