SOUTH OF HELL – Hellfernum (2026)

   

Band: SOUTH OF HELL
Album: Hellfernum
Genre: Death Metal
Label: Great Dane Records

Trackliste:
01. Discdere
02. Holy Death
03. Decadend Brutality
04. Darkness Of Soul
05. …
06. Voice Of War
07. Clarity Of Shade
08. Mecanix Of Unconsciousness
09. Hellfernum
10. Macabre Gearing
11. Hate Comes From God

Aus dem Süden der Hölle kommt diese französische Death Metal-Formation. Um genau zu sein aus der Gemeinde Chautagne der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Band ist seit 2004 aktiv, brachte es bisher aber nur auf ein Demo (2006) und eine EP (Rising Of Hate / 2015). Mit dem vorliegenden Longplayer Hellfernùm veröffentlichte SOUTH OF HELL zugleich ihr Debut-Album. Der Silberling wird über das französische Label Great Dane Records vertrieben, wurde mit 11 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für 46 Minuten und 29 Sekunden.

Mit dem Opener „Discdere“ liefern die Franzosen einen würdigen Einstieg ab. Man bekommt oldschooligen Death Metal zu hören, der auch mit eingängigen Melodien und technischer Raffinesse überzeugen kann. Dabei scheint man sich eher an der amerikanischen Death Metal-Szene der späten Neunziger zu orientieren. Der Sound ist sehr klar, teilweise fast zu klar, und bringt daher recht wenig Druck mit. Einen Tick grooviger gestaltet sich dann der zweite Track „Holy Death“. Hier werden erstmals die Nackenmuskel der Hörerschaft getestet. Hätte die Wiedergabe etwas mehr Druck, wäre hier ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen. Im dritten Titel „Decadend Brutality“ lässt man diese mitreißenden Riffs auch immer wieder einfließen und kann so den Zuhörer bei Laune halten. Ein derbes Breakdown in der Mitte sorgt für eine kleine Überraschung im positiven Sinne. Danach geht richtig die Post ab und live könnte diese Nummer bedenkenlos einen Mosh Pit zur Folge haben. Wesentlich düsterer kommt dann „Darkness Of Soul“ daher und zeigt eine neue Seite der Franzosen. Auch hier steht immer wieder Headbangen an der Tagesordnung. Für mich bisher das absolute Highlight des Albums. Auch in der zweiten Hälfte der Scheibe geben sich SOUTH OF HELL keine Blöße, auch wenn sich mit der Zeit Abnutzungserscheinungen zeigen. Dies liegt größtenteils an den ähnlichen klingenden Song-Strukturen. Man kann aber durch gezielt eingesetzte Melodic-Parts immer wieder für frischen Wind sorgen und die Aufmerksamkeit des Zuhörers zurück gewinnen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Track „Clarity Of Shade“. Hier ist man nicht mehr ganz bei der Sache und durch ein eingängiges Gitarrenspiel in der Mitte, wird man zurück ins Boot geholt. Im 8 Minuten langen Mammut-Werk und zugleich Titel-Song „Hellfernum“ bemüht man sich hörbar darum, den Zuhörer trotz der Laufzeit bei Laune zu halten. Dies gelingt den Jungs recht gut und so verlaufen die 8 Minuten gefühlt wie im Flug. Ich muss gestehen, ich hatte Bauchweh, ob man über diese Dauer für genug Abwechslung sorgen kann. Aber ich wurde zum Glück eines Besseren belehrt. Am Ende folgen die Songs „Macabre Gearing“ und „Hate Coms From God“, die beide bereits auf der EP Rising Of Hate enthalten waren. Diese erhielten ein soundtechnisches Update und haben es sich definitiv verdient auf dieser Scheibe zu sein. SOUTH OF HELL liefern ein überaus gelungenes Debut-Album ab und als Death Metal-Fan sollten man sich diesen Silberling definitiv zu Gemüte führen!

Fazit:
SOUTH OF HELL haben es mit ihrem Debut-Album Hellfernum geschafft den Zuhörer über knapp 47 Minuten bei Laune zu halten und auszupowern. Auch wenn man ab der Mitte mit leichten Abnutzungserscheinungen kämpft, schafft man es immer wieder die Aufmerksamkeit zurück zu erlangen und für Furore zu sorgen. Einzig der etwas zu klare Sound sorgt für ein eingeschränktes Hörerlebnis. Ein absoluter Geheim-Tipp für Death Metal-Anhänger aus Frankreich!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll