Band: DISLOYAL
Album: Divine Miasmata
Genre: Death Metal
Label: Black Lion Records
Trackliste:
01. Divine Mismata
02. Silent Revolution
03. The Black Pope
04. 1347-1352
05. Stella Peccatorum
06. Betrayed Faith
07. Religion Of Warfare
08. Ravens Of Starvation
09. The Ascension of Abaddon

DISLOYAL aus Polen sind absolute Urgesteine der polnischen Death Metal-Szene. Die Band ist bereits seit 1997 aktiv und veröffentlichte in dieser Zeit fünf Longplayer und eine EP. Das vorliegende Werk Divine Miasmata wurde im Sommer 2024 über das schwedische Label Black Lion Records auf den Markt gebracht. Der Silberling wurde mit 9 Tracks bestückt und bietet todesmetallische Beschallung für ca. 50 Minuten.
Nach dem düsteren Intro „Divine Mismata“ geht es mit dem ersten Track „Silent Revoluton“ los. Hier muss man gleich von Licht- und Schattenseiten berichten. Positiv fällt das technisch hochwertige Riffing und der druckvolle Sound auf. Nicht ganz überzeugen kann das Songwriting, da der Song bis auf die groovigen Parts förmlich dahinplätschert. Man verliert ab der Mitte des Tracks den Überblick, da man schon sehr konzentriert bei der Sache bleiben muss. Es fehlen einfach etwas innovative Ideen oder zumindest reißerische Riffs, die den Zuhörer aus der letzte Reihe hervorlockt. Sprich die erste Hörprobe ist eher für hartgesottene Genre-Fans geeignet. Im zweiten Titel „The Black Pope“ kämpft man zum Teil mit derselben Thematik, trotzdem kann man hier die Hörerschaft besser bei Laune halten als zuvor. Im darauf folgenden „1347-1352“ wirken die Polen wie ausgewechselt. Mehr an Technical Death Metal angelehnt, melodischer und wesentlich spielfreudiger als in den vorangegangenen Nummer. Man könnte glatt glauben, dass eine komplett andere Band im Player hat. Vielleicht ist das die Auferstehung! Diese positiven Vibes nehmen DISLOYAL auch in „Stella Peccatorum“ auf und können auch hier mit viel Spielfreude und Abwechslung punkten. In „Betrayed Faith“ übertreibt man es dann ein wenig und der Song artet in wahnwitzigem Gitarrenspiel aus. Technisch 1A, aber der Wiedererkennungswert ist diesmal gleich null. Im letzten Drittel des Albums finden DISLOYAL einen guten Mittelweg zwischen Technical Death Metal und handelsüblichem Todesblei und zeigen somit ihr drittes Gesicht auf diesem Album. Auch wenn man auf der Scheibe ab der Mitte viel Abwechslung geboten bekommen, bleibt nur wenig beim Zuhörer hängen und daher würde ich das Werk eher der hartgesottenen Fraktion und Technical Death Metal-Anhängern empfehlen.

Fazit:
DISLOYAL sorgt auf ihrem Album Divine Miasmata für ein Wechselbad der Gefühle. Am Anfang ist man eher zurückhaltend und kann den Zuhörer nicht fesseln. Dann steigert man sich aber in der Mitte und kann überzeugen und zum Ende hin konzentriert man sich fast ausschließlich auf technische Spielereien und kann die Hörerschaft nur mehr bedingt ansprechen. Wenn man Technical Death Metal-Anhänger ist oder dem Genre uneingeschränkt folgt, dann könnte man hier fündig werden.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
