TOTENWACHE – Der Thron der Uralten (2026)

Band: TOTENWACHE
Album: Der Thron der Uralten
Genre: Black Metal

Trackliste:
01. Intro
02. Der Thron der Uralten
03. Stahl & Schwefel
04. Der bleiche Bastard
05. Lichtkult
06. Empathika
07. Unter dem Banner des Scharlachroten Königs
08. Monolith der Finsternis
09. Der Seuchenfürst
10. Das Schattenmeer

Große, übermenschlich wirkende Türme erstrecken sich in den Himmel, während schwere Ketten laut rasseln und sich das alte mächtige Tor öffnet. Dadurch offenbart sich die dahinter liegende Welt aus Tod, Dreck und purer Verderbnis. Mittendrin steht ein Trio, welches aus dem Norden Deutschlands kommt und nun, nach sieben Jahren wieder einen Ladung Blut und Pest nach euch wirft. TOTENWACHE haben nun ihr lang ersehntes zweites Album veröffentlicht, welches mit rund 72 Minuten auch wirklich ein LANGspieler ist.

Das Ganze teilt sich auf ein Intro sowie neun Titel auf, die zwischen 6 bis 10 Minuten lang sind. Der Thron Der Uralten verschlägt euch wieder in eine düstere mittelalterliche Welt, welche durch Titel wie „Stahl & Schwefel“ Kämpferische Lyrik bieten oder auch Geschichten der Verderbnis erzählen, wie in „Der Seuchenfürst“, welches durch eine vorgetragene Einleitungspassage mehr Atmosphäre bekommt. Gespielt wird durchwegs gradliniger deutschsprachiger Schwarzmetall. Hier wird nichts geschönt oder experimentiert. Sauber produziert und doch dreckig dargeboten. Der Keifer der Truppe namens Animatrum bittet durch seinen Gesang eine Art hexen-artige Erzählweise, welche wiederrum sehr gut in das Konzept des Albums passt. Jedes der Lieder kann als eigene Erzählung wahrgenommen werden. Durch das Gekeife entsteht der Eindruck, dass diese Erzählungen von einer alten Hexe vorgetragen werden. Natürlich darf man dabei das instrumentale Zusammenspiel nicht unterschlagen, welche das Tempo und den Tiefgang der Geschichten dabei bestimmt.

Fazit:
Nach sieben Jahren melden sich TOTENWACHE mit ihrem zweiten Album zurück und das brachial! Die Herren verstehen es die neun Geschichten auf Der Thron Der Uralten gekonnt zu vertonen und dreckig vorzutragen. Ein wirklicher Ausfall ist dabei nicht zu bemängeln. Wer sich für über eine Stunde in die dreckige Welt des Mittelalters begeben will und sein Leib an Tod und Dreck reiben will, ist hier genau richtig!

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke