Band: SEPULCHRAL
Album: Beneath The Shroud
Genre: Death Metal
Label: Soulseller Records
Trackliste:
01. A Pact Written In Bone Dust
02. Beneath The Shroud
03. Abandoned Feretrum
04. Conflagration Of Sacred Bones
05. Torchless Crossroads
06. Cloaked Spectres
07. From the Crypt, The Putrid Mist
08. Blood, Phlegm, Black Bile
09. Gravestone Covenant
10. Poison Wind
11. Lost In The Ruins

Beneath the Shroud – der „Krieche im Dreck und bettle um dein Leben“-Sound für unterwegs
In der spanischen Death-Metal-Szene tut sich wieder etwas in der Old-School-Fraktion. Die Band mit makaberen Humor SEPULCHRAL haben ihr zweites Album veröffentlicht und huldigen damit der guten alten Death-Zeit der Neunziger. Für das neue Beneath The Shroud haben sie sich stilistisch vom sägenden Schwedensound – den man vom Debüt From Beyond The Burial Mound kennt – wegbewegt und sich von britischen Klassikern wie BENEDICTION und BOLT THROWER inspirieren lassen.
Die Band wurde 2016 gegründet und benannte sich nach dem Song “Sepulchral Rites”, der von der norwegischen Death Metal OBLITERATION geschrieben wurde. Ihre Musik – von ihnen selbst als “schlammig, “erdig” sowie “beklemmend” bezeichnet – zwingt regelrecht zum Headbangen. SEPULCHRAL haben ein Faible für den dreckigen Cave Death Metal der Neunziger und singen gerne über makabere Horrorgeschichten.
Der Bassist und Sänger Dusk schreibt die meisten Lieder und hat ein Gefühl für catchy Melodien. Zu Beginn bei “A Pact Written In Bone Dust” steigt die Band mit einem Intro ein, das aus einem Horrorfilm hätte sein können – macht einem Lust auf mehr. Der Aufhänger “Beneath The Shroud” folgt gleich als nächstes, wo das ganze Bandrepertoire vorgestellt wird: eine grollend grunzender Gesang, catchy Melodien und kompromisslos geschlagene Offbeats am Schlagzeug. Die Friedhofstimmung á la Neunziger-Death meistern die Herrschaften zweifellos.
SEPULCHRAL spielen nach Gefühl, aber nicht planlos. Beim Songwriting achtet Dusk darauf, dass mit jedem Lied eine Story erzählt wird und, dass sich die Strophen nicht wiederholen. Egal ob „Conflagration Of Sacred Bones“, „Torchless Crossroads“ oder „Gravestone Covenant“, die Lieder sind nicht nach Schema F strukturiert und bleiben dadurch einzigartig.
Wovon man sich mehr hätte wünschen können, sind Soloparts. Damit würde man die Stimmung zum Explodieren bringen, aber leider kommen die zu wenig vor. Songs wie “Cloaked Spectres” und “Poison Wind” sind wunderbare Paradebeispiele, die gerade wegen der Gitarren- und Schlagzeugsolos zum Album-Highlight geworden sind.

Fazit:
Dreckig, makaber und old school. SEPULCHRAL haben den Neunziger-Death-spirit verinnerlicht und zaubern BENEDICTION- und BOLT THROWER-Fans ein Lächeln in ihre Gesichter. Mehr Solo-Momente in den Liedern hätten nicht geschadet, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Punkte:
Autor: Julian Dürnberger
