SCRUM – Rozkwit w rozkładzie (2025)

 

Band: SCRUM
Album: Rozkwit w rozkładzie
Genre: Black/Death/Doom Metal

Trackliste:
01. Intro
02. Tonę, płonę
03. Błogość
04. Martwi powstaną!
05. Zabierz mnie tam
06. Zwalczyć zło
07. Spokój
08. Fałsz konieczny
09. Requiem

Still und sanft weht der Wind über das Land, welches grau und trostlos scheint. Der Farbenpracht entrissen, sprüht ausschließlich ein kleines Sträußchen aus prächtigen, noch jungen Blumen hervor. Den fruchtbaren Boden bietet, diesem so schönen Sträußchen, der aufgerissene Leib einer unbekannten Person. Damit möchte das Cover der ersten Scheibe von SCRUM, welches den Namen Rozkwit w rozkładzie (Blüte im Zeitplan) trägt, auf sich aufmerksam machen. Bei den fünf Herren aus Schlesien handelt es sich um eine neue Kapelle. Sie spielen Blackended-Doom-Metal, manchmal etwas mehr Black, manchmal etwas mehr Doom. Gesungen wird ausschließlich in ihrer polnischen Heimatsprache.

Titel wie „Tonę, płonę“ (Ich versinke, ich brenne) oder „Zabierz mnie tam“ (Bring mich dorthin), machen unmissverständlich klar, in welcher Gefühlswelt sich Rozkwit w rozkładzie ansiedelt und verweilen möchte. Schwer tragende Gitarren, welche durch einen, fast schon, hoffnungslosen Gesang untermalt werden. Was auffällt, ist der Bass, welcher äußerst tragend eingesetzt wird. Das untermalt das Konzept hervorragend. Etwas grooviger, ohne diesen dreckigen Anstrich zu verlieren, geht es beim Titel „Martwi powstaną!“ (Die Toten werden auferstehen!) zur Sache. Das Stück könnte auch als Intro bei einem B-Zombie-Film zum Einsatz kommen, macht Stimmung und erzeugt Atmosphäre, schönes Ding! Den Mittelteil von Rozkwit w rozkładzie schmückt dann das Stück „Zabierz mnie tam“ (Bring mich dorthin). Die wohl „ruhigste“ und nachdenklichste Nummer auf der Platte. Nachdem ihr von den Toten gejagt wurdet, gibt euch das Stück jetzt auch die Chance, etwas zu verschnaufen. Dennoch bleibt SCRUM konsequent ihrer dunklen Grundstimmung treu. Die zweite Hälfte des Albums spiegelt dann in etwa die Mischung der ersten Hälfte wider. Düstere Klangwelten, welche durch ruhigere und brachialere Momente abgewechselt werden. Hervorstechen tut hier wohl noch das längste Stück der Scheibe „Spokój“ (Ruhe). Ruhigere Passagen wechseln sich hier mit stellenweise hochgestimmten Gitarren ab.

Fazit:
Mit Rozkwit w rozkładzie liefert SCRUM ihr erstes Ausrufezeichen ab. Für ein erstes Projekt in der metallischen Landschaft, von vier der fünf Herren, ist das schon sehr vielversprechend. Ihr dürft euch auf ein atmosphärisches Album einstellen, welches euch gute 42 Minuten mit einer intensiven Spannung bei Laune hält.

Punkte:

Autor: Julian Gabelunke